Band 
Fünfter Theil.
Seite
450
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Geschichte

vornemlick zwei Umstände cmstihren müßen.Dahin gehöret der Vorfall mit dem AeltestenPhilipps , deßen Andeicken uns CyriÜus er-halten. Dieser Mann war einer von denen,welche Ntstorio wiedersprochen und wegen seinerKezerei mit ihm keine Kirchengemeinschaft un-terhalten wolten. Der Pelagianer, Cälestiusgab, nach Cyrilli Vorstellung auf Nestor» An-trieb, gegen Philippum eine Klage ein, daß ermanichmsche Irrümer lehre: worauf ihn Ne-storius vor die Synode, (Cyrillus saget,oder vor das geistliche Gericht) ladenlies: er erschien, nicht aber Cäleftius, weil ereinen Beweis seiner Klage zu führen, nicht imStand war. Nestorius befragte ihn aber, war-um er heimliche Zusammenkünfte hielte, und inseiner Wohnung das Abendmahl austheilte:Ob nun gleich die anwesenden Geistlichen ver-sicherten, daß sie im Nothfal dieses alle thäten,so sprach doch Neftoriusdas Urtheil, daßPhirlippus abgesezt seyn solle.

Anm. i. Die Quelle ist oben §. XIX. Nun. XVIII. an-gezeiget worden.

Anm. 2. Wer dieser Philipp»« gewesen, hat Lyrillusnicht angezeiget, weil er aber von ihm als einer sehr be-tanken Person zu reden scheinet, so ist es ganz natür-lich, daß die neuer» Gelehrten die Muthmaßung gemacht,es sey eben der Philipp»« von Eide, von welchem wiroben aus Sokrale gclcrnet, daß er zu Lonffancinopelals ein Freund des Lhrysostcmi in großem Ansehen ge-standen , und schon nach Atri'ci Tod ein wichtiger Lan,disar des Bisthums zu Lonstantinopel gewesen; ihmaber erst Sismnius, hernach Nestor»,« vorgezogenworden. S. Loustanr p. 1097. not. Solte dieses uns