454 Geschichte
rius hatte bei dem allen denSchuznnd die Gna-de des Kaisers, Cyrillus hatte nicht allein bei-des nickt, sondern auch des Fürsren Ungnade,weil dieser jenen vor einen Urheber der Unruhenin der Kirche und zugleich vor einen Srdrer desFriedens in der kaiserlichen Familie hielte. Sowaren die Sacken beschaffen, wie die Bisckdffedes römischen Reicks sich zu Ephesus zuversam-len, den Befehl erhielten, um die Streitigkeitenbeizulegen und den gegenseitigen Beschwerdenabzuhelfen. Wir werden die Geschichte derVersamlung zu Epyesus am besten so erzehlen,wenn wir erstlich noch einige vorläufige Bege-benheiten merken, hernach das, was zu Ephe-sus in ununterbrochener Ordnung bis zur Er-laßung der Versamlung vorgefallen, vortra-gen, und zulezt noch einige algemeine Untersu-chungen beifügen.
Anm. Dir müßen hier noch zwei Erinnerungen hinzu-setzen Einmal, die gar zu grose Menge der vorhand«nen Urkunden verstattet uns nicht, sie erst einzelndurchzugehen: wir werden ste lieber bei jeder Begeben-heit, die sie beweisen, anzeigen, und von ihnen ebensolche Nachrichten mittheilen, wie bishero geschehen,hernach, man mus nicht vrrgeßen, daß wir eigentlicheine nestorianische Historie schreiben, und das Conci-lium zu Epbesus nur als eine merkwürdige Periodederselben ansehen, was daher mit jener in keiner Ver-bindung stehet, auch eigentlich vor uns nicht gehöret.
§. XXVI.
So viel nun erstlich die kurz vorhergegan-gene Begebenheiten bemft, so bemerken um
l. Die