der nestorianijchen Streitigkeiten. 455
I. Die vorläufige Frage: werhatzuerstund zdie wahre Veranlaßung gegeben, daß K. Theo-4Zs.dosius H. die entstandne Unruhen durch einealgemeine Kirchenversamlung beizulegen, denEntschlus gefaßt, welche iezt entschieden zu seynscheinet, daß nicht die Gegner, sondern Nestorrius eine solche Versamlung verlanget und er-halten.
Anm. Obgleich einige altere Schriftsteller der Meinungsind, daß Lyrillus zuerst die Untersuchung der „estoria-nischen Sache auf einer algemeinen Synode, gesucht, wieEvagrius, Theophanes und Nikef>boru«, und dieseneinige neuere gefolget, so ist doch dieses ohne allen hi-storischen Grund. Dieses ist auch von der Muthma-ßung zu sagen, welche die Pelagianer hieher rechnet.Daß sich Leute von dieser Parthei zu Lonstantinopelaufgehalten, ist richtig, und daß einige Pelagianer aufeiner algemeinen Kirchenversamlung gehöret zu werden,gesucht haben, ist auch richtig, allein daß diese Bege-benheiten zusammen gehören, ist ganz falsch. S- unsernvierten Theil S.H76. 679. 68z. Nach den Urkunden
ist gewis, daß Nestorius und Basilius mit seinenMünchen das Concilium begehret, und nach den aus-drüklichen Aeugnißen dcsEvagrn, der Vater vvnEphe-sus, des Lalestini, und nach dem Ton, in welchen»Nestorius an Lyrillum, Lalestinum und Johannemvon dem bcschloßenen Loncili'o geschrieben, ist eben sogewis, daß der Kaiser nicht den leztern (denn von demAusgang ihrer Bittschrift wißen wir nichts) sonderndem erster» dieses Begehren zugestanden. Schon Gar-nier prsef. Oper. kvterc. ^>. 19. tg. hat dieses eingesehen,ob er gleich eine Menge ganz nncrwcislichcr Zttsaze vonNestorii Absichten, so wie Doucin sgg. 102. beifüget.Beßer Handel» davon Marca cle eoncorclis sgcerclot. ctjmxer. /iör. IV. 4. K. I. Tillemont x. Z62. Sa-lig p. 224. und voruemlich Jablonski in der «litt.nicriliz I 4 etlorii §. XIII. Basiiage diHoirc äc l'eZIitcx. zc6. macht noch dabei die wichtige Erinnerung, daßFf 4 Nestor»