Erzte der Metallen. Minerse Affetallorum.
Claffe.
Ge-
Arten.
Abänderungen.
Äußerliche ohne Veränderung in die Sinnen
fallende Kennzeichen.
schlechter.
Oenera.
8p6Lie5.
VarilltioneZ.
Farbe. Dursich- Gestalt. Schwere,
tiqkeit.
Durch unterschiedliche Versuche entdeckte innerliche Eigenschaften^ und Wirkungen.
L.
Gold^lmsrL ^uri.
' Seifen - oder Waschgold. Bleicher - auch höher- gelb,
/wrum ngch'mn toluwin, und nur zufälligerweis bley-in Ismelluliz frutiuliz, ant farbig.
Zraniz -» eng: öe tsrrL ini-Gewachseir, oder gediege-^ mjxrum vel sclliLrens.nes Gold.
"... . ...
Bruchgold. Eben so
^Urum nsrivum Vüriis Igpi-clibuz A miueris immixtum.
Undurchsichtig Flammig, staubig,
körnig.
Lnrum nririvuin, leu vir-^inenm.
oder Das reine DasGold verhältsich zum Was-ser wie19. 640. zui. 000.
Seifengold ist entweder ganz abgesondert, und mit dem Sand, teeren, oder oer Dammcrve als zarte stämmigen Bläcgcn, oder ^
oder selbst mit dem Sans, Schirlkärnern, »nackten Granaten, auch mit allerley von Golsgängcn abgerissenen Geschüben verbunden , ,,...
aigen Gegenden, besonders au den Usern der Flößen angetroffen , wohin es theils durch die aus den Gebirgen, und offenen Klüften ftbsi hervorquellende Wasseritvorgestoffen, grossen theils aber durch Regengüsse von entblößten Gängen abaewaschen, und in niedrige Gegenden mit fortgerissen wird. Mann nennet es
Rörner vermischt,und wird in abhän-
Serfen- oder Waschgold, weilen es durch das Geifnen, oder waschen aus dem Sand, oder Seifengebirge gewonnen wird.
VererMtes Gold.Lurum minsrsliläcum.
Von unbestimmter Farbe.
Blätterig, körnig, staubig,haarig, oder ästig, und zai-uig.
Hat keine gewieße Gestalt.
L
Silber,dliners ArL^mi,
Gewachsenes, oder gedidsgenes Silber,/iegenrum nalivuni.
-Hornsilber,^rgsntum corneum, ldlpM-rc auc scicio lälis minersii-sstum.
Ist glänzend, hat meistensseine eigene weiße,jedoch auchöfters eine grauliche, gelbli-che, oder bräunliche Farbe.
Gelb, bräunlich, auch grün-
W,vderhvrnsärdlg,
Glaserzt.
.^l-gentuin virreum, Wol-,tcrsvorfs. kulpllurt.- üc arts-
Geschmeidlges Glas, oberGlanxerxt-
.'Vr^enlnm rucls MLllezbilsvirreum.
Dunkel-grau, oder Bley-farbig glänzend.
uico minervlitimim.
'Sprödes Glaserrt.^rgenluin vitreum üiabile.
Licht-grau glänzend.
Rothgüldenrr;t. sTr^stallinisches Rothgül-^r»enrum rubrum arlsnic»,! benetzt.
weiß- oder graues Silber-erz!.
-Vrgsnkmn slbnm, sm albo-erilöum, arkenico, Llplmre,kerro Lr cupro inineralift-cmn.
Lcdererzt.
-^rxrenknm ruäe piumoftm,vesstibrosiim, suipllure, srle-nico Lt snrimouio minera-liürum.
Ruvin-farbig,
auch
Dunkel - und.braun-rothglänzend.
Undurchsichtig Blätterig, säßerig, haarig. Das feineäßig, ober zainig, borstig, Silber ver-körnig, mehr oder weniger hält sich zmnbiegsam, und schlagbar. Wasser wie
11. 691. zu1. 000»
Mann will Hnweiidm etwas blätterig,sowohl halb W geschmeidig,durchsichtig-als undurch- ,sichtiges ge-sunden haben.
Knospig, blätterig, angeflo-gen, auch säßerig, und vonUnbestimmter Gestalt.
Das spröde ist gemeiniglichvon einer wkrfiich, oder acht-seitigen
Halb durchs Ersteres bricht in Drußeusichtig. sechseckig, l'rifmansch, auch
Unordentlich und blätterigUndurchsicht,g^^^,„^g^ crystallisirk,
I letzteres aber hat keine be-istimmte Gestalt-
Die gemeinesien Gangarten, worinnen das Gold einzubrechen, oder mit welchen es sich am liebsten zu verbünden pfleget, sind allerley gefärbte Gwärxe, Spath,-Horn, auch in Schiffer» ist es manchesmahl angeschmaugt; mann trist goldhaltige» Letten an, der jedoch meisten theils mit qwarzrgen Sand gcmischet ist'woran gemeiniglich die Goldflämmigen hängen, wen» auch sonst im Letten selbst nichts Göldiscbes zu bemerken ist; von ;aing - oder gewäGsförmigen Gold,welches »der Tag hervorsprossend gefunden worden seyn solle, werden zwar viele Beyspiele, besonders in denen Böhmischen Geschichtsbücher» angetroffen, ich ha-be aber ohngeachtet aller Bemühung dergleichen noch nicht zu Gesichte bekommen, noch eine recht gründliche Versicherung davon erhalle» können; indessen sinddcriey zainige Goldeeftheinungen aus zufälligen Ursachen doch nicht unmöglich, wenn man auch das, was von Gold in Weintrauben und anderen Gewächs-körpern vorgegeben wird, in Zweifel setzet.
Wenn wir hier von vererbten, Gold reden: so wollen wir eben nicht behaupten : daß das Gold als ein bloßer Metallischer Ralck in Ersten liege, welcher allererstdurch Mittheilung des l'Klogisii.bey dem Schmölzen zu Metall roäueiret werde, sondern wir verstehen dadurch nur das jenige, welches zwar ebenfalls schon gedie-gen- jedoch solchergestalten in den Ersten anderer Metallen, oder Halbiuctallen anwesend ist: daß es nicht sogleich von aussen, sondern allererst nach Absonderungdieser Körper, welche ihme zu Metallmuttern dienen, erkennet werden mag; so trift man sowohl in gediegenen Silber, und Rupfte, als auch in denen Ers-ten dieser und anderer Metallen, oder Halbmetalleu Gold an; eine ganz besondere Erstark, welche neben dem Silber auch sehr reich an Gold ist, bricht zu rka-gy-Ay in Giebenbirgcn ein; diese ist grau-glänzend, blätterig, und gleichet dem Ansitze» nach fast einen spröden Glasers:, vder grob-spcißigen Llcvglans ;Hr. Professor Scopufthat sie unlängst untersuchet, und halt sie für eine Art blätterige» Bleygl-.mzes, urtheilet auch aus den bey den Versuchen vorgekommenenErscheinungen : baß das Gold und Silber nicht fertig , sondern nur derur Anfange darinnen verborgen liege«, mithin in dem Schmölzvftn nicht bloß eäuciret,snnv-i-n w->-?mb «einsäet. oder xroöuciret werde; welches zu beurtheilen wir bis zu genauerer Unicrsuchung der Sache den Scheydekünstlcrn überlassen.
sondern wirklich gemqchetVon dem Entstehen des gewachsenen Silber« sowohl in Drnßen, als in festen Horn
(Lwarx, Spach, und Schiefer,^ auch in Letten, und Gnhren läßt sich «ach
den (29. §. 6-ogr!>ptz. lükterr.) ein Begriff machen, dazu ist theils der Schwefel, am meisten aber der Atsenic beförderlich; daher es auch niemahl ganz rein an-getroffen wird, und bey dem Schmölzen immer einen Abgang leidet; wenn es ganz weiß ist, so kau man schlössen : daß der Arftnic bey dessen Entstehung bas Vcr-siüchrungsmirrel abgegeben ; ist es aber gelblich, grau, vder rostig: so hat der Schwefel mitgewirkt; es wird außer vorgemeldten Gesteinsarten auch mit an-deren Erzten, besondres aber mit Venen, so stark Arftnicalisch, Schwcfelig, und der Verwitterung unterworfen sind , angetroffen ; sind sarte gediegene Sil-berfäßrigen mit eine? gelb, braun, und grau-grünlichen inergelartigen Gangner, oder chuhc verbunden, welche fast dem Gänftkoth ähnlich siehet; so nennenes einige Mineralienhindige Gänftb'orhigcs Silbererze.
Da dieses Erzt sehr seltsam ist, ich selbst auch nur etwas weniges von dem Gelbliche», oder LrsLnliGen besitzest, bau von dessen Abänderungen, weder in Aufthuna sei-ner äußerlichen Kenmichen noch innerlichen Bestandmß etwas verläßliches bestimmet werden; weilen es bey der Behandlung im Feuer einen schwefelte» Ge-ruch von sich giebt :>» wollen einige, es seye bloß mit Schwefel vermiet; andere vermuthen noch den Arftnic, und etwas Alcalifthes dabey; weilen es aberganz wicht an einer bGnenden Waxkerze wie die mit der gemeinen Salzsaüere aus dem Scheydewaffer niedergeschlagene imn- cornu- schiuölzet; so wird gründlichdarsär gehalten : daßmme etwas Rochftlxartiges beygemischet seye; wie es denn nach Lronjrevrs Meynung ohne Zusatz eines diese Saüere anziehenden Kör-pers nicht in seine Dstandtheile zerleget werden mag.
Das Dunkle läßt sich schnellen, und unter den Hammer treiben, das weiß-graue aber nicht; eines und das andere flößet im Feöer, so bald es roch wird - ersteres ist purmit Schwefel, das Mdere aber mit Schwefel und Arftnic zugleich vererztet; es kommt von 150. bis l8c> Mark'pr. Cent. in Silherbülr- wenn es einen grün-lich-gelblichen, oder btaunlich-hornartigeii Beschlag hat, wird es in Hungarn Blachinahl - --.x .. ' -
Meß, Lrvarz, SMH, und Horn geben besten Metallmutter ab.
gencnnet; dieser äußerliche Beschlag ist eine kießigc Äiiwitterung; der
Alcalisches Silbererzt.t^rgenrum l-.piäe am teer»slcaliea minsralisarum.
Silbermulme, oder Wir-terungscrzte.
Weißgüldenerxt.^rgenrum ruäe ,-ilbum.
Lahlerzt.
LeZenwm ruäü, glsiocri-ftum.
Weiß-grau glänzend.
Bläulich,dunkel-grauglän- Ebensozend.
Derb, auch angeflogen,Watt auf dem Bruch, ohnebestimmte k^ur.
Schwärzlich-arau, auch Ebensobraünlich glänzend-
Spissig, ftderich, oderstrah-lig.
Silberschwarxen.
Gielber.
Braünen.
Weißlich, röthlich,^ oder Ebensobräunlich, auch schwärzlich,grau, mit braunen vderschwärzlichen Streifen und
Flecken versehen.
Sind mehr und wenigerschwarz-blau, grau, gelb,und braun.
Rauh auf dem Bruch wieMarmor, oder gemeineKa Weine.
Mehlig, körnig, schicftrig,Und sandig.
Das RochgLldenerzt ist allemahl sprvb, und springt im'Fencr
Silber, Schwefel,Arftnic, und etwas Eisen; das Lic.,......,....
ftmheilge beygemis^E ; es kömmt itt Silberhalt von 120 . bis izo. Mc..., vrw
Larb- und SchörlMkobold ; hält gemeiniglich nicht lange an ; das Licht-rothe ist öfters von dem Crystallinischen Linnobererzt von aussen nicht zu unterschei-den, wenn man es am zerreibet: so wird es grau, worgegen der Zinnober immer schön roch bleibet.
Beede Abänderungen sind Me mit viel Arftnic, wenig Schwefel, Rupfer, und Eisen vererztet, je mehr Liftncheile zugegen sind, desto dunkler ist es, und wird
troffen ; hält »leistet gegen 40. Mark Silber in Cent.
Leicht zerreiblich, wird ohne fremden Zusatz im Feüer grösiens theils verflöchtet, oder zu Raufthgech, hält in Cent. nur einige Loch Silber, mehr Schwefel Spißqlas,und Arftnic; bricht nur qlftin m Drnßen neben anderen reichen Silbererzten. '
Diesen Erzten siehet man ihftn Silberhalt nicht leichtlich von aussen an, außer einer gewießcn röthlichrnMarmorart, welche mit zarten Haars, lber durchzvtzen ist, das übri-ge ist grösten theils eilen gemeinen Lalckfkcin ähnlich, hält aber 20. bis 50. Mark Silber, bricht bey St.Annaberg in Unterösterreich den Vernehmen nach mehrHloy- als GangwM
Dergleichen zerrcibliche Wolme halten öfters einige Mark Silber in Cent. und sind entweder vertrocknete Bergguhreu, oder verwitterte Erxre, worinnen das SilberNicht nur als ein Metallischer Ralck, sonder» auch öfters gediegener anwesind ist.
Uebrigens wird das Silber auch in denen Ersten anderer Metallen und Halbmetallm, besonders aber bey dem Tupfer, Eisen, Zinn, Bley in der Blmd, und bey dem Robold angetroffen.