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Ernestus Glückauf, der wohlunterrichtete und gottesfürchtige Berg- und Hüttenmann : eine Darstellung zur kurzen Belehrung für Laien und Anfänger in dem Bergbau und der Hüttenkunde ... / von Läncher
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enden, Bergbautreibenden und wüthenden, d. i. eineZeche aufnehmenden und bebauenden Personen.

Zeche nennt man eine Gewerkschaft, welche Be-lehnung hat; ZechenhauS, nicht weit vom Schacht,ist das Versammlungshaus der Bergleute und oft dieWohnung des Steigers. Zeche ist auch eine Rechnungs-grvße und wird in 128 Kure getheilt. Dieses Wortbedeutet Theil; man sagt auch, der Erfinder der in Redestehenden Eintheilung habe KukkuS geheißen. Kur istalso der 128ste Theil einer Zeche oder Grube, und da-nach werden die Zechen oder Bergwerke eingetheilt; 32Kur mache» eine ganze Schicht, d. i. 6, auch 8 bis 12Stunden Arbeitszeit, den 4. Theil einer Zeche; 4 Kureheißen ein Stamm und 22 Stamm sind eine ganzeZeche. Eine Tageschicht hat 3 Busen, Bussen, Bösen,Pausen. Ein Lachter, bezeichnet mit ("), ist gleicheinem Klafter, (eine und ein Kl.), welches Wort her-kommt von klaffen und ein Längenmaß bedeutet, so weitals eine ausgewachsene Person mit beiden ausgespanntenArmen reichen kann. Das sreibergsche Lachter hat nachrheinländischem Maß 6 Schuh 3 Zoll 104 Linien; imAllgemeinen nimmt man ohngesähr 34 Elle an, getheiltin 8 Achtel, bezeichnet mit 1, jedes zu 10 Zoll (ll.),diesen zu 10 Primen (lll.), diese zu 10. Sekunden (IV.).Lacht er bäum oder Lachterlatte ist das Meßmaß. InHamburg nennt man einen Bäckerburschen Lachter. Lehnist ein Feld 7 Lachter lang und breit; 2 machen 1 Wehr,3 Wehr eine Fundgrube, 2 Wehre 1 Maasse oder28 Lachter. Ein Bergeimer enthält 8 Aechterleinoder 64 Pinten, Kannen. Der Hüttenzentner hatbei Verwägung der Glöte oder Glätte (glasartige