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Umständliche Nachricht
tenberg an Hildebrand Hammern um 155. fl.verkauffet worden ist. Welches nun die nachfol»genden Besitzer dieser Bad-Stube nahmentlich ge-wesen , solches habe nirgend ausfindig machenkönnen.
So viel aber ist gewiß, daß George StraußDieselbe bis anno 1 67 1. noch besessen; von welchemsie auf seinen in der Wund-Artzney ungemein er-fahrnen Sohn, Fabian Straußen, kam, der her-nach, als die Bad-Stube gäntzlich in dre Asche gesleget wurde, sich genöthiget sahe, in der Grube mitanzufahren, conf. ^nnal. üil, anno 1671. m.vec. Nach der Zeit dauere Nathanael Barth,ein erfahrner Wund-Artzt,an der liessen Bach eineandere Bad-Stube auf,welche Johann ChristophPienerten, der seine hinterlassene Wittwe heyra-ihete, erblich anheim fiel. Dem kauffte sie JohannGolzsch, von Klein-Carsdorff bärtig, ab, welcheranno 174z- m. Nov. allhier verstarb. Hieraufkauffte solche ein ehemahliger Feldschere bey derOvallerie, Nahmens Herr Gottfried Schäfer,von Rötha bärtig, anno 1746.
Gleichergestalt liegt auch hiesiges BrawHaußweiter hinauf an der Tteffenbach gar bequem;Dem ohngeachtet aber wird dennoch das Wasser(um der Reinlichkeit willen) in Röhren in die Bot-tiche geleitet. Zur nächst dabey stehet das soge-nannte Gieß-Hauß, darinnen sonsten 2. Bottichegestanden, um das Bier darinnen überkühlen zu
lassen,