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Gründliche Anleitung Zu der vollkommenen Bau-Kunst : So da bestehet In der Arithmetica Decimali, Geometrie, Civil- und Militair-Bau-Kunst, Perspectiv, Geographie, Hydrostatick, Mechanick und Hydraulick / Durch die besten Authores bewähret Und mit vielen Kupfern erläutert ... gestaltet und gezeichnet von Johann Gottfried Jugel
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408
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4 °8 m. Theil, V-n der

be» Anleitung dieser Wiffenschafft in unserer Archi-tektur verbleiben wollen, und zwar nach demjenigenMuster und Dessein, als es dieser grosse Meister selbstgedauet hat, weil wir dadurch hoffen, einen jeden An-fänger dieser Kunst so viel Anleitung zu solchen We-sen zu geben, daß sie sich in die andern Autores, sodavon schreiben/ auch gar leichtlich finden werden.

Vorhero aber wollen wir ins besondere von denenTheilen handeln, und uns dieselben gut bekannt zumachen, die bey einer Festung zu bauen beständigvorkommen, wo nemlich solche zu finden und anzu- ,treffen, auch wie dieselben gegeneinander beschaffenseyn.

Don verschiedenen Theilen einer Festung.

i) Der Flänc oder Streich, ist der kürzste Theil ei-ner Festung.

r)DieLnrrme stehet allezeit zwischen zwevenStreichen.

Z ) Die Cortine ist an einer Festung der längste Theil.

4) Der Flaue oder Streich ist zwischen einerGorrmsund zwischen einer Gesicht,Linie.

5) Der Gesicht-Linien stossen allezeit zwey zusam-men, und mit der andern Seiten berühren sie al-lemal eine Streich-Linie.

6) Zwey Streiche und zwey Gesicht-Linien machenallezeit ein Bollwerk, und der Winkel wo derStreich und die Gesicht,Linien an einander stossen,wird Epaule, oder Schulter des Bollwerks ge-nannt, wo sie aber die Gorrine rühren, das wirdGorge oder Kehle genannt.

7) Wo ein Streich oder Flaue und Gesicht,Linien

zu-