MUitair-tfttx Rriegs-Bau-Runst. 429
seines Walles ist niemals mehr als 4 Tois. Dieobere Breite des Walls soll haben 4 bis 6 Toises,'denn ist sie schmäler» so muß man die Brust.Wehrzu breit machen.
6 .
Noch einige Ingenien« begehen diese Thorheit,und legen die Breite oder Starke des Walls annach der Zahl derer Bollwerke, als dürfte ein Zehn-Eck nicht eben einen solchen guten Wall haben alsein Zwanzig-Eck, oder ein Fünf-Eck so gut als einZehen-Eck, als wenn die geringen Plätze mit andernDingen angegriffen würden, als die grossen, weilsie sich darauf beruften, man ziehet doch mehr Erdenaus einen grossen als aus einen kleinen Graben, be-weist^ zu beantwortenDaß man doch lieber dieüberfiüßige Erden zu dem Glacis anwenden möge,denn je grösser solche sind, je besser sind sie.
7 .
Die Schießlöcher, so in dem Wall geschnittenwerden, sollen inwendig enge, und gegen den Feindoder Feld zu, weit seyn, so kann man zur rechten undlinken Hand daraus fchiessen, und sollen mit gutenWasen oder Mauerwerk umgeben seyn.
Von Haupt-Graben.
Nun fragt sichs, welche Graben die besten seynbey einer Festung, die breiten oder die schmalen, dennder eine macht sie breit, der andere hingegen schmal;der eine parallel denen Gesicht. Linien, der anderepairdiei vor der Bollwerks, Spitze; einer lobet dietrockenen, ein'anderer die, so mit Wasser angefülletseyn; dieser will sie tief und schmal- jener aber breitund mcht tief haben.
r) Herr