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V. Theil,
Die Petfpective aber ist so eine Wl'ssenschasst,die da lehret, eine Sache also abzubilden, wie sie in'einer gewissen Weite und Höhe, auch nach zweyenSeiten uns in die Augen fällt. Es ist dieses eineWiffenschafft, so bey der Zeichnung und Mahlereygebrauchet wird, und ihr Haupt - Fundament:, diesesbe vollkommen zu machen, sonderlich in Schattenund Licht bestehet, und wo dieses gut angebracht ist,gkebet dem Auge ein sonderbares Vergnügen, indemdadurch die allergrößtsten Weiten in einer Nähe sovorgestellet werden mögen, daß man nicht andersmeynet, man sehe inö Weite Feld naus, da es dochofft kaum etliche Ellen ist, ingleichen stellet sie unsauch die cörperlichen Dinge so begreiflich vor, daßman dieselben vor würkliche Dinge anflehet, indemwir uns erinnern können, in der Tbum, Kirchen zuWürzburg unter andern Perspectivifct)en gemachtenAltaren ein solches gesehen zu haben, welches ganznatürlich scheinet, daß man nicht anders meynet, dieSäulen an demselben lägen wücklich vor, und dieStuffen an solchen Altar siehet man auch vor wah-re Stuffen an, und wird solches nicht eher innen,dis man an dieselbe kömmt, und aufsteigen will.
Allhker wvlFmwir diese PertpeQiv-Kunst in soweitzu betrachten vorstellen, als die Grundlegung (okcher Dinge es erfordern, der Schatten und Licht dereselben soll hier wegfallen, weil solches eigentlich zuder Mahlerev gehöret, woraus wir nur sehen undbegreiffen wollen, wie deren Grund-Flachen undcör»perliche Dinge aufaerissen werden mögen, in soweituns dieselben in der ^rebikeKur, deren Plan und Austrisse in einen solchen Profpect zrl bringen, benöthigetseyn.
Diese