574 VII. Lherl,
' schon Vitruvius ermahmt und lehret, daß wir zu un-serer Wohnung einen solchen Ort erwehlen sollen, dadie leichtesten und kleinesten Wasser sind, aber woschwere und trübe Wasser seyn, den Ort sdllen wirmeyden, diejenigen Wasser, so einerley Gewicht miteinander haben, werden auch gemeiniglich von einer'ley Natur und Eigenschafft erfunden.
4r.
Die Schwere derer Brunnen, Wasser verursa-chet auch vfftmals ein Klinischer Anhang, so sich mitdenenselben in den Durchstrichen der Erden vermi-schet hat: Es sey nun vitriolifd), «launisch, oder auchsalpetrich: Welche ihnen aber in so weit nicht schäd-lich seyn, wenn solches nur durch den Geschmacknicht zu erkennen ist, feine Schwere hindert ihmnicht.
47.
Das Quell, und Brunnen-Wasser, ohnerachtetsolches beständig von einem Orte herkommet, undaus einer Quellen quillet, so wird doch in ihme daSGewlcht zu verschiedenen Zeiten auch unterschiedlichund veränderlich gefunden: Als wenn die obere Lufftin Sommers.Zeit mit denen reinsten und subtilstensllrsllschen Geistes karriclichen angefüllet ist, unddurch eine warme Bewegung in denen dreyen Rei-chen alles erfreuet, allda werden auch unsere Queü-und Fluß-Wasser digerirrt, gekläret und dünne ge-macht, denn eine dicke und kalte Lufft drucket inWasser, senket sich auf dasselbe, und ziehet sie zusam-men, wodurch eine dicke Schleimigkeit in solchenverursachet wird, wovon es eine ausserordentlicheSchwere überkommet; eine dünne, reine und warme