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Gründliche Anleitung Zu der vollkommenen Bau-Kunst : So da bestehet In der Arithmetica Decimali, Geometrie, Civil- und Militair-Bau-Kunst, Perspectiv, Geographie, Hydrostatick, Mechanick und Hydraulick / Durch die besten Authores bewähret Und mit vielen Kupfern erläutert ... gestaltet und gezeichnet von Johann Gottfried Jugel
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648
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*48 IX. Lhe-k,

Erden ein Gewölbe machen, ie grösser, je besser, dochmuß nur eines nicht gar zu grosses gegen Mittaggewandtes Mundloch Haben,da6 Gewölbe muß nicht-u nahe an der Lufft seyn, sondern soll erstlich miteinem Graben, der j bis 6 Ellen lang ist, versehenseyn, der gegen dem Gewölbe zu immer was ein«gezogen und was enger wird, dessen Mundloch darfüber Z bis 4 Fuß nicht weit seyn, inwendig nun istdas Gewölbe, je grösser, je besser, denn je mehrWasser giebt es, wie die Figur weiset, und auf dieseWeife wird die Lufft, so von Mittag her durch dasMundloch und den Canal oder Graben geht, warmund dümre gemacht, und dringet in dem Gewölbe,von der unter irrdischen Kälte concemrirr, daß siesich in den runden Gewölbe allenthalben Tropfenweiß anhänget, und zu Wasser wird, daß man alsoalle Tage viel Eymer Wasser davon haben kann,so durch die Röhre unzen ablaufferr thut.. Jehitziger nun die SonyeN'Strahlen die Lufft entzün-rden, je mehr Wasser nach Proportion des Geryöl,b?8 man davon gemeset, so solches Gewölbtiefindie Erven oder in Berge liegen kann, je kälter ist es,doch soll es unten mit Klinker-Steinen gepflastertseyn.

Es kann nicht allein durch die Fh-äraulic, dasWaf«sie künstlich in die Höhe gebracht werden, sondernes karrn aus solchen in die Höhe gebrachten Was«siirir in Springen verschiedene Figuren angebrachtwerden, so in Anschauen sonderlich Lust erwecken,als an schönen Wqsser,Künsten zu sehen ist, da das

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