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Des Freyherrn von Hofmann ... Abhandlung über die Eisenhütten
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Man hat jwar annoch eine Art Eisenstein, welchen man ganz zer-streut auf den Feldern findet, und der vielmals einen ausgewittertenEisenerze ähnlich siehet, wie ich solchen an einigen Örtern des SächsischenChurkreißeS gefunden habe, auch findet man, dem Anschein nach, ver-steinert Eichenholz, welches gut Eisen giebt, dessen ich in Böhmen,ohnweil Außtg, verschiedene Gruden vorgefunden. Beyde, und vielleichtnoch mehrere Arten, sind aber nicht so häufig als obige, und ihren Ur-^sprunq werden vielleicht diejenigen näher bestimmen, die die Geschichteder Sündfluth als wahr, und den Weltkörper älter, als er angegebenwird, annehmen wollen.

Unter den Ganqsteinen findet man sthr verschiedene Arten, diesich sowohl an der Güte als an der Farbe unterscheiden; Es giebtstrengflüßige und leichtflüßige, reichhaltige und arme, weist, schwarze,braune, draunrothe, rothe, gelbe, graue Sreine, auch Schiefer. IhrGang im Ofen beruhet, meines Einstbens nach, auf diejenigen fremdenTheile, mit welchen sie vermischt find, und ihre Farbe ist größteutheiKzufällig, dahero die Eintheilungen derselben bloß ein Geschäft der Ge-lehrten ist.

Den eigentlichen Gehalt dieser Steine genau zu erfahren, lst darsicherste die Probe im Hohofen; denn alle Proben im Kleinen, auchselbst die Cramerische, welche die Beschickung im Großen nachahmt, ha-ben mir niemals eingetroffen, und ich habe immer in Kleinen mehr Ei-sen auf den Pivbierzetkul gefunden, als die Erfahrung tm großen Feuerhernach gezeigt hat.

Diejenigen Steine sind« dem Hammerherrn am liebsten, die nichtschwer zu gewinnen kommen, den Fluß selbst bey sich führen, und nichtweit vom Werk liegen.

Und lezteres ist hauptsächlich die Ursache, daß ein jedes Werk die-jenigen Steine verschmelzen muß, die es einmal hat, und ist die Artdieser Steine gut, so ist ee ein besonderer Qtariuj) des Werks.

In Carlefeld, im Sächsischen Erzgebürge, habe ich einen braunrothenderben Eisenstein gefunden, der Niesender ,er genannt, der, da er vor-züglich gut war, dieses Werk über alle benachbarte dortiger Gegend, inAnsehung der Ausbringens bey dem Hohofen, hinausfezte. Das nem-liche habe ich auch vey dem großen Ntfchburger Werk in Böhmen ge-funden. Der Irrgänger »Stein, der theils in Sachsen zu Wildenthal,theils in Böhmen zu Neutuck auf der Rota und an andern Orten, jedoch

immer