Das Ausbringen der Hohöfen ist verschiedentlich, gemeiniglichrechnet man etwas mehr Centner als Gichten, und wenn der! Hohofenwöchentlich >ov Ctr. ä 140 Pf oder 150 Ctr. i 120 Pf. im Durch-schallt ausgiedt, kann man zufrieden seyn; ich zum wenigsten habe nochkeinen gesehen, der bey Gangstein über 20« Ctr. ausgebracht härte.
Auf den Ctr. Roheisen zu 100 Pf., kann man im Durchschnitt* Kübel Kohlen rechnen.
Das Lobn der Arbeiter ist verschieden; in Böhmen an einigen Ortenbekommt der) Hohofen-Meister wöchentlich 2 bls z st- und Wartezeit)1 fl. 30 kr. Die Arbeiter jeder 2 fl. ,5 brs 30 kr. jeder Aufgeber 1 st. 45bis «14fr. Der Stetnpocher 1 fl 30fr. sein Gehülfe > fl. 15 kr. an Kohlenwurden wöchentlich an 5 ßo. verbraucht; in Sachsen an einigen Orten be-kommt der Meister 3 Thl., der Hohömer 2 Tdl., 2 Aufgeber z Thlr. irgr., der Pochknecht 1 Thl. 8 gr, der Kohlmeffer > Thl-, an einigen Ortenwird das ganze Schmelzerlohn nach dem Centner bezahlt.
Eben so ist es mit den Gichten; an manchen Orten werden in 24Stunden 13, anderwärts 16, 18, 21, getrieben, und an manchen Ortenverträgt der Ofen wenig Stein, an manchen viel, so daß man, wie z. B.in Kullich in Böhmen, nicht viel über 6 Kästgcn kam, wo an andern Orteni; und mehrere aufgesezt werden. Die Ursachen davon sind bekannt.
Aus i ro Plund Roheisen hat dcrStaabschmidt eigentlich 92 Ps. ge-schmiedet Eilen zu liefern, und hierzu erhält er 2^ Kübel Kohlen 3 3 Böh-mischen Strich ober Dresdner Scheffel und in Sachsen rgr. 6pf. Schmie-delvbn,>>. 40 Pf. und 1 Kübel Kohle». In Böhmen von ico Pf. 26* kr.an manchen Orten liefern sie aber nur aus 100 Pf. 75 Pf. bezahlen das Pf.eingefchmiedeke mit 4kr. und erhalten das ausqeschmledeke mit 3 fr. bezahlt,überdM er> alten sie an einigen Orten in Böhmen für einen Hammerhelmeinzuziehen 30 kr. einen Amboß zu schleifen i; kr. eine Hülse zu stählen zokr.einen Schwanzring zu stählen kr. gleichviel für eine Schwanzfeder undSohlring, den Hammer zu stählen 4; kr. zu zerlegen und zu stählen z fl.
Wöchentlich werden in etner Skaabhütte 30 bis 40 Ctr.-i 110 Pf,geschmiedet, wenn weder Wasser fehlt, noch andere Hindernisse vorfallen,und die Hammerschmiede ihre Sache verstehen.
Auf manchen Hütten wird das gestimmte Eisen auf der flachen und ho-hen Kante probirt, und was entzwei) springt, oder Risse bekommt, nichtangenommen, es ist aber solches in den mehresten Fällen unnöthig, dennjeder Hammerherr stehet schon währender Woche darnach, baß der Ham-merschmidt