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nen Wiener Gülden machten, oder ivo fl. Wiener gleich 107♦ 60waren.
Ich rathe aber niemanden weiter, den Weg über Livorno, da der-selbe die Unkosten obne Noth verdoppelt, weil sie in Trieft ohnehin be-ständige Jmbarchi nach Constantinopel haden, wo im Juni 178z für1 000 Pf. Venetianer, von welchen 1174- «ov Pf. Wiener betragen, vonTrieft nach Constantinopel, 4 bis ; Piasters, nebst e pc. c-pp- undPrimaggio und r pC. Sicnrta bezahlt wurde. Von Wien bis Trieftist niehrentheils die Fracht pro Wiener Ctr. so gr. oder 2^ Gulden.
Die Sächsischen Hammerherrn verkaufen ihre meisten Bleche nachLeipzig oder Magdeburg, wo am erstern Orte, das Hauß Amy Du-mont und Söhne, große Geschäfte in diesem Artikul machen, auch man-chen Freund mit Vorschüssen an Handen gehen; bey dem Verkauf nachMagdeburg nehmen sie auch Zinn an Zahlung, und ich kenne keinen, dereine directe Versendung unternimmt, sie begnügen sich mit dem Preiß vonetlichen 60 Thlr. für die Garnitur franco Leipzig oder Magdeburg.
Zu den Blechen wird immer eine große Menge Zinn erfordert,(das Kupfer ist von keiner Bedeutung, da gemeiniglich auf 160 PfundZinn, 2 t Pf. Kupfer nur genommen wird.) Dieses Metall ist abernicht allenthalben anzutreffen, und unter den bekannten Sorten istdas Englische, Ostindische (Bancas Mailax) und Sächsische berühmt.(Bohmem hat keins im Ueberfluß, und im Bayreuthischen liegen vorjeztdie aesammten Zinnbergwerke bey der besten Aussicht, und blos wenigeSeifen werden betrieben. "Sämmtliche Sorten unterscheiden sich nichtallzusehr im Preiß, vor einigen Jahren waren >oo Pf. in Amsterdamä 40 fl. dieses Jahr stehen sie daselbst 4s ' st ) und es ist also nur dieFrage: weiches Zinn ist zum Verzinnen am besten? die Kvnigi. Preußl.Bergwerks - und Hütten-Administration behauptete >779, daß nichtnur das Ostindische in der Auction erkauft, am wohlfeilsten fei), son-dern auch dem Blech einen weit bessern Spiegel gäbe, wovon ich michselbst, aus einer mir von gedachter Administration übersandten Tafel,überzeugt habe.
In Sachsen wurde 1778 der Ctr Zinn, zu 114 Pf. Krämer,oder 104 Pf. Nürnberger Pf. mit 2; Thlr. auf der Niederlage ver-lassen, er ist aber hernach bis auf 27 Thlr. gestiegen. Es giebt daselbstgewisse Verleger, die mit den Zumgewerken ordentliche Contrakte ha-ben,