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Des Freyherrn von Hofmann ... Abhandlung über die Eisenhütten
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Kupfer, zu Stande gebracht, und ein großes Privilegium darübererhalten.

H ü t t e n »P o l i z e y.

Derjenige Landesherr, der dle Eisenwerker feiner Staaten in dem^^ lichst fortdauernden schwunghaften Umtrleb zusehen wünscht, hattheils auf dle Triebfedern, die diesen Umtrieb erhalten, Rücksicht zunehmen, theils die Hindernisse, die solchen stöhren, aus dem Weg zuräumen.

Es ist dahero dem Zweck gemäß, wenn die gesammten, den EisensHütten gewidmeten Waldungen, gründlich abgeschäzt, und nur so vielHütten geduldet werden, als man mir hinlänglichen Holz versehen kann;es wäre denn, daß einige Hütten sich mit Adelichen, Bauern, oderfremden Hölzern selbst versehen, und in diesem Betracht-auf das Lan-desherrliche Holz Verzicht leisten könnten.

Wollte man hlerbey demohnerachtet eine Eintheilung machen, undjedem Werk nur etwas Holz zutheilen, so wird , wenn die Hütten kei-ne fortwährende andere Aussicht haben, der schwunghafte Umtrieb ge-stört, und es ist also allzeit rathsamer, in solchem Fall nur einige Hüt-ten mit hinlänglichen Holz zu versehen, die andern aber einzuhandeln,und liegen zu lassen.

Daß das Eisen, und die ganze von der rohen Eisenminer anfah-rende Eisenmanipulation, gleich andern Bergwerksproducten, von jeherdem Landesfürsten vorbehalten war, ist eben so bekannt, ats daß nach-mals einige Landesfürsten ihre Vasallen mit diesem Regale hinwiederumbeliehen haben.

Hieraus folgt, daß die Anlegung eines Eisenwerks nicht ohne Er-laubniß des Landesfürsten geschehen kann, und es wäre sehr gut, wenn' die Zahl der Werker fest bestimmt, und nicht, ausser bey ausserok-dentlichen Fällen, überschritten würde.

Indessen wünschte ich hierbey, daß hernach auch einem jedem Werkfrey stünde, feinen innern Betrieb nach eigner Einsicht einzurichten, undohne weitere Rückfrage, z. B. ein Blaufeuer, (welches ohnehin einengroßen verhältnißmäsigen Kohlenaufwand verursacht) in einem Hohofen

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