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Des Freyherrn von Hofmann ... Abhandlung über die Eisenhütten
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d) in der Lauensteiner Revier.

i. Ober-Hammerwerk, zuNeuhüttendorf, anderLockwih, nimmtfein Roheisen vom untern Werk, und gehört Herrn Lieutenant Wag-ner zu Schauberg.

Unter, Hammerwerk, zu Neuhüttendorf, gehört Herrn JohannGeorg Hamann.

z. Hammerwerk zum Falkenstein, unter Lauenstein, an der Lock-wltz, besteht in einem Vlaufeuer, und r Hämmern, und gehöretHerrn Geheimen Cammerrakh Börger zu Himmelkron und Herrn Ge-heimen Rath Meermanns Erben zu Bayreuth.

Diese Lauenstemer Werke verschmelzen den Camsdorfer und Grä-fenrhaler Eisenstein aus Sachsen.

Ecyde obige Reviere stehen unter dem würdigen und der gelehrtenWell hinlänglich bekannten Bergrath und Bergmeister, Herrn ChristianErnst Tromler, einem Bergmann von Leder, aus Schneeberg in Sach-sen gebürtig, der es sich zur Ehre rechnen kann, daß er in seiner Ju-gend in Norwegen, Rußland und andern Ländern, sowohl in der GrK-be, als Hütte, Faustsarbeit gethan hat, welches ihm bey seinem z^jah-rigen Dienst gewiß manchen Nutzen geschafft haben wird; Man findetbey ihm einen mühsamen zusammengebrachten Vorrath alles desjenigen,was das Land an Ersten, Marmor, Farberden und andern Selten-heiten auszuweisen hat, und da er der dienstfertigste Mann von de«Welt ist, so kann man jedem Fremden ihn empfehlen.

Alle diese Bergämter stehen unter der specialen Aufsicht des ausseinen Schriften sattsam bekannten großen Metallurgen, Freyherr» voaBothmar, würklichen Cammerherrn und Berghauptmann, der ge-genwärtig beschäftiget ist, nicht nur die sogenannten Fürsienzeche, dasuralte Gvldbergwerk auf dem Fichtelgebürge, wiederum in Ausdeute zudringen, sondern auch neue Steiukohlengruben und Salzquellen (allessehr nöthige Landes, Requisiten) anzulegen.

Sämmtliche Hohöfen des Marggrafthums besorgen r Hohöfenmel-ster, namentlich Ncsmann aus Salburg, und Korb, aus Hrinerödorf,bey Wurzbach. Beyde Oerter sind Reusisch.

Die Gestelle nehmen sie von Kaltensteinach, aus dem Meiningi-fchen, die vielmalen über r Jahr halten, indessen aber wegen der wei-ten Zuführe auch theuer zu stehen kommen.

I. Band» G

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