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Des Freyherrn von Hofmann ... Abhandlung über die Eisenhütten
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65
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und den Zins davon geben, und sie können sie, so gern sie auch wollten,nicht einmal los werden, denn niemand kauft sie ihnen ab.

Die beyden besten Rohrschmiede waren 1776. Ernst Friedrich Riesig,und George Ernst Glieder, die auch gute damascirte Arbeit machten.

Ein Rohrschmied, wenn er arbeitet, entrichtet für ein Tagewerk,nemiich für >8 Röhre, einen Schreckenberger, oder z gr. 6 pf., welches /auf jedes Rohr i-* pf. beträgt.

Es bleibt bey den Rohrschmieden noch die Streitfrage zu erörternübrig, nemltch:

Welches ist besser und vortheilhafter, eine Rohrschmlede, oder einRohrhammer?

Ein Rohrhammer und Rohrschmiede arbeiten gleiche Tagewerke, undder Unterschied der mehrern oder weniger» Arbeit liegt bey beyden nur inbessern abgerichteten Leuten.

Auch geben sie beyde gleichen Preist. Mithin ist in soferne bey ihnenkein Unterschied; Allein

Ein Rohrhammer erspahret täglich 6 gr. an einen Mann, den er' weniger hält, und macht aus einen Centner Eisen 1* Röhre von gleicherGüte und Stärke; wenn die Rohrschmiede dergleichen daraus nur zehrnStück schmiedet, wodurch der Rohrhammer an jedem Rohr in Eisen> gr. pf gewinnt.

Dahingegen kostet ein Hammer an 600 Rtblr. mehr zu erbauen, undverlangt auch alljährlich an 60 Rthlr. mehr an Reparaturkosten, alö eineSchmiede.

Daher man nunmehr schließen kann: *

1. Wenn eine solche Hammermaschine das ganze Zahr zu arbeitenhätte, so wäre sie vortheilhafter als eine Schmiede, denn der Profit über,steigt den höhern Aufwand, in Absicht der Interessen des Anbaues unddes mehrern jährlichen Bauaufwandes.

r. Bey mäßiger Arbeit könnte man die Schmiede und den Hammerfür gleich annehmen. Endlich

2. bey liegender oder sehr weniger Arbeit der Fabrik, ist der Ham,mer für den Besitzer schädlicher als die Schmiede.

Und obwohl einige vorgeben, baß die Röhre des Hammers hart,fleckigt, und nicht so gut, als bey den Schmieden wären, so erkennendoch die Rohrverschrauber insgesamt, daß kein Unterschied darunter sey, 'sondern man fände zuweilen harte Flecken in den Röhren der Schmiedenl. Band. 3 und

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