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Des Freyherrn von Hofmann ... Abhandlung über die Eisenhütten
Entstehung
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74
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rer, als Nußbaum, zu leimen, und ihm daher nicht leicht die gehörigeHaltbarkeit und Dauer wieder zu geben. Auch wirft sich das bucheneHolz gern, und ziehet sich krumm, reißt auch leichter von der Luft auf,als das nußbaumene.

Gewehrharrdler.

Waren 1776. 8 an der Zahl, allein einige unter ihnen hatten inein und mehreren Jahren keinen Debil gemacht, als deren waren, dieHandlung Rössel und Anlchüh, die Witwe Heymin, NikolausI Bdssel,und der Rohrhammermeister Älett, als welcher leztere nur den Namen,als Kaufmann, pro form» führet. Unter den andern war die Spangen-bergische Handlung die vornehmste in fremden Commißbestellungen, undhatte 1776. 1500 und >775. 1150 Stück, meistens dänische Seeflintenzu liefern.

In Galanterlegewehr machte Johann Gottlieb Hsrneffer den stärk-sten Debit, und hatte viele Bestellung nach Ltefland, Curland und Est-land. Rechnete man nun den Meßhandet von Lorenz Sauer und Söhnen,desgleichen noch kleine ^.vmmißbestellunaen und einzelne Röhre und Schlosse,so dieser, und Johann Matthäus Bössel debitirte, so könnte man ein-zelner Bestellungen den Debit dieses Jahres (1776.) auf zooo Stückrechnen.

Benachbarte Merke.

Zelle liegt eint Stunde von Suhla, und Mehlls ist nur eine halbeStunde von Zelle. Sie sind Golhallchc Gewehrfabriken, können aberbeyde zusammen nur als ein Körper betrachtet werden. Sie haben jedeeinen Eisenhammer, wo sie eben das Eisen von gleichen Eisensteinen wiezu Suhla, machen. Die übrigen Hämmer haben sie alle eingehen lassenmüssen, weil der Herzog von Sachsen, Gvrha auf seinem eiaencn Hohofenalles Eisen und Blech für sein Land machen läßt, und deshalb war auch1776. auf jeden Cenkner Chursächsisch-Hennebergischen Eisen und Ble-ches 1 Rthlr. Jmpost gelegt.

Zu Zelle ist noch eine gangbare Rohrschmiede, und ein gangbarerRohrhammer, die übrigen aber sind eingegangen und liegen wüste. Al-les Gewehr, was daselbst verfertiget wird, ist schlecht, und wenn ja

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