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Den-folgenden Tag erhielt ich folgende Ministerial - Note.
Äa des Königs Mas auf meinem alleruntmbänigsten Berichtnicht gemeynet sind, auf die Vorschlage zu entriren, diederHerrBaron vonHofmann Hochwohlgeb. wegen Vermehrung Allerhöchst Dero Salz-Re-venüen mir zu thu» beliebt haben, mithin hierdurch die Unterhandlungen mitDenenselben in dieser Sache völlig abgebrochen sind/ so ermangele nichtEw. Hochwohlgeb. solches Dienstergebenst bekannt zu machen. Berlin,den szsten Aug. 1779.
von Derschau.
an dem Herrn Baron von Hofmann Hochwohlgeb.
Zn der Folge haben Mir Freunde versichern wollen, daß der Minister zwareinen niedrigern Contrack augestossen, und solchen in völliger Zuver-sicht dem König zur Unterschrift zugeschickt habe, der König habe ihnaber in dieserMaaße nicht ratihabirt. — rDieses kleine Beyspiel wird meinen Sah-erläutern, und uns immer anVarerHorazen und seiner Ode— ßeatus ille etc. zurück erinnern. NurSchade um das Geld, was in solchen Absichten verreist wird. —
Ungarischer Schmelz-Proceß, vom Jahre i?75.
aus denen bey damaliger Hütten. Commission
angefertigten Acten.
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sämmtlichen Ober,Hungarifcheri', dem Schmöllniher JnspectoratOberamt unterstehenden Schmelzhütten wurde blosse Kupferarbeik getrie-ben, weilen Sie Ober-Hungarifchen Bergwerke, bis damaln noch keineandere, als Kupfererjte lieferten.
Diese Kupfererzte waren theils eigentliche Kupferkiese, die in Quarz,Spat, und einen glimmrichten Schiefer brachen, theils Fahlkupfercrtze,welche folglich zugleich Silberhaltig, und dahero in einer eigenen Schmelz-hütte zu Silberhaltigen Schwarzkupfer verschmolzen wurden. Das Sil-ber war durchaus etwas göldisch, weil der mit einbrechende Quarz gediege-ne Goldstäubgen in sich enthielte - welche daher auch auf den dortige» Puch*
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