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Bemerkungen und Versuche über das Eisen / von W. A. Tiemann
Entstehung
Seite
77
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In Betreff der Gröfse der Formmündung,nimmt man sie lieber etwas breit, oder weit, alszu hoch, indem im lezten Falle, der Wind zusehr in'den Kohlen arbeitet. Ueberdem entstehtbei einer weiten Form gern ein sprödes Eisen.Bei einer zu engen Form entsteht ebenfalls eineunvollkommene Verfrischung und ein langwei-liger Prozefs. Die vorhin angegebene Gröfse hältman für die passendste.

Die Bestimmung der Forminklination geschiehtdurch einen halben Gradbogen, die so genannteFormwage. Jeder Meister hat seine Form-wage; sie ist gewöhnlich von Messing und andem untern Ende des einen Schenckels mit einemzur Seite gehenden Fufse, welcher in die Formpafst und so schwer ist, dafs er der Wage dasGleichgewicht hält, versehen} die untere SeitedesFufses mufs mit dem mittlern Radius des Grad-bogens einen rechten Winkel machen, sonstWäre die Wage unrichtig. ,

Es ist nicht gleichviel, wie weit die Formin den Heerd steht, d. h. wie weit sie in denHeerd hineinragt. Die oben angegebenen 4* Zollstehen mit der daselbst bestimmten HeerdgröTseim Verhältnifse. Ist der Heerd kürzer, oder län-ger, so mufs es um so viel weniger, oder mehrbetragen. *