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Über den Betrieb der Hochöfen, Cupolöfen ect. mit erhitzter Gebläseluft : nebst 3 lithogr. Taf. / Carl Hartmann
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ser fünf Ocfen; sie sind durch Züge von Ziegelsteinen 6 mit ein-ander vereinigt, welche die Röhren umgeben. Mittelst dieser Ein-richtung cirkulircn die aus den Oefen kommenden Flammen undder Rauch um die Röhren und erhitzen sie in ihrer ganzen Lange.Um zu verhindern, daß die der Einwirkung des Feuers unmittel-bar ausgesetzten Theile der Röhren nicht zerstört werden, umgibtman sie mit einer Bekleidung von feuerfesten Ziegelsteinen, die solang ist, wie der Heerd des Ofens. Bei dem ersten Apparatedieser Art steckte das Ende der einen Röhre in dem einer andern,so daß sie in einander spielen konnten und die Ausdehnung keinenBruch veranlaßte. Diese sinnreiche Einrichtung hat man aufgege-ben, weil in diesen Fugen ein bedeutender Windverlust stattfand.

Da man ferner auch die Bemerkung gemacht hatte, daß die Zer-störungen immer in den Fugen erfolgten, so verband man die ver-schiedenen einzelnen Röhren nicht allein durch Bolzen und Schrau-ben, sondern man umgab auch die Fugen mit einem Ringe, dererst nach dem Zusammenschrauben gegossen worden.

Mittelst dieser Einrichtung dauern die Röhren weit langer,und Hr. Du frön oy fand den Apparat auf der Clydchütte fünfMonate im Betriebe, ohne daß irgend eine Reparatur crforderlichgewcsen wäre. An den Windlcitungsröhren ist eine kleide Oeff-nung v befindlich, mittelst deren man sich stets von dem Wärme-grade der Luft überzeugen kann. Diese Vorsicht ist unerläßlich,da es eine wesentliche Bedingung bei dein Betriebe mit erhitzterLust ist, daß dieselbe eine stets gleiche Temperatur habe. Mitdiesen Apparaten erhitzt man die Luft auf 612° F. (267,5° R.),d. h. noch einige Grade höher als der Schmelzpunkt des Bleies. /

Zwei von den vier Hohöfen der Clpdehütte sind mit Appa-raten wie der beschriebene versehen; bei den beiden andern erlaub-ten örtliche Verhältnisse die Ausdehnung der Röhren nicht, undman hat die nicht unmittelbar erhitzten zwei Mal auf sich selbstzurückgcbogen.

Die Leitung des Betriebes der mir erhitzter Gebläseluft ge-speisten Hohöfen erfordert weiter keine besondere Fürsorge; derGang ist ganz derselbe, wie beim gewöhnlichen Betriebe, und dereinzige Unterschied besteht in der Anwendung von rohen Steinkoh-len statt Koaks. Jedoch ist diese Substitution nicht eine unmit-