Cap.UL Von unterschiedlichen Leimen/zur Zier/Mantel ic.
kan/ und dieses geschicht auch wol mit starcken Spindeln/ wenn sie nicht fleißig/ sambtden Mantt! / allezeit umgedrehet werden.
Der vcrlohr- Der verlohrne Kopff/ soll vor allen Dingen groß genug mit geformet
GußÄbey^verden / die Ursachen dessen werden unten angezeiget,alle Geschütz' Der Gestalt-Leimen / muß also beschaffen seyn/ daß er in währendenschwer und trucknen nicht seht reisse / auch daß er leicht wiederum abfalle.
Natur d"s Hierinnen ist unmöglich / eine General Regul vorzuschreiben / weilenGestalt-Lw der Leimen an unterschiedlichen Oerttrn gantz ungleich; Die rechte Eigen-schafft eines jeden insonderheit muß entweder aus eigener pruxi oder aus an-derer Erfahrenheit erkant werden.
Wo der Leimen / eines Orts nicht gar zu fett / sondern etwas Mager / kan folgendeClompolikion zu demGestalt-Leimen genommen werden,omposition Neun theil qeschwembrer Leimen.
Dreh theil alter Leimen.
Umm> - Sünfftbe« Kühm«li>
sieben theil Kuhhaar.
QEvolition Zum klar eingeben / drey und ein halben Theil karen frischen Leimen/rüm klares drey theil Kuhmist; Ehe der Zier-Leimen aufgegeben wird / muß die Ge-geben. statt mit Rindern-Unschlit (welches wegen seiner harte das beste ist) eingelas-sen und nichts gesparet werden / damit die Gestalt / von Mantel wohl abfalle.
Cap. III,
Von unterschiedlichen Leimen/ zur Zier/Mantel
und völligen Ausformen.
Zier-Leimen. ^^ Er Zier - Leimen (wofern die Wappen und Schkifften rein fallen/undEs^nicht zusammen fliesten sollen) muß wohl in acht genommen werden/al-ler Leimen/welcher dürr / sandig und mager / taugt hierzu gar nicht / weilen das heißeMetall/ in denselben zu sehr einftkst.- derohalben muß hierzu der beste und in Feuer be-ständigste Leimen erwählet werden.
o>mposwon Ein guter Deck und Zier - Leimen ist auch dieser. Zwey Theil frischdesselben, gxschlemmten Leimen /so wieder dürr gemacht worden/ und dmch ein klarHaar-Sieb gesiebet / ein Theil alten Leimen / oder schon einmahl gebrauchten / auch klargesi'ebet / darunter so viel genug ist / etwau ein Theil aufgerüttelte Scheerwolle.
Wenn man desjenigen haben kan/aus welchen die Tiegel in Glaßhütten gemachtwerden / ist solcher vortrefflich; Er muß aber folgender Gestalt vermischt werden,sinbettcom. Sechs-Theil durchgesiebten/ geschwembten neuen Leimen / ein halb£? s,t ^Theil Ziegel - Mehl/ein Theil von obgemeldten Tiegel - Leimen/ und nach ad-mens venant,etwas Eisen-Farbe: In Mangluttg dessen / können von alten/schwachen/ zersprungenen Schmeltz - Tiegeln/ nach Erforderung der 4?atur des Leimes/zugesetzt werden / es muß aber alles sehr klein gestoßen/ und gesiebet seyn.
Erkantniß Eine gute Erkätttniß des Leimens/ ist so viel/ als die halbe Arbeit voll-
!eyfi>rmi"^ bracht/denn so hierinnen liederlich verfahren wird / muß mannachmahls de-rungdesGe-stomehk Arbeit darauf wenden.
schützesdas <^ n obigen Zier-Leimen kau man subtile Scheerwolle mit untermi-vomehmste. j^ clt/ - e j 4 U g CC solcher geschlagen und jemehrer itt Morset gestossen wird /jebesser ist es / das Kühmist - Wasser ist hierzu am allerdienlichsten.
Solcher Leimen / karr auch mit etwas Gummi Arabico / aber nicht gar zu dünn an-Leimen zum gemacht werden / welches die Theile / Staublein und Körner des Leimeus/Mantel, dichter beysammen halt / daß das Metall/ nicht so eindringen kan; Der Lci-
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