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Cap. vili. Leimen/woraus die Steine re.
erhalt. Damit aber der Kern auff keine Seite ferners weichen könne/ ist in dem Kupftfer - Blatte Num. 4. Lit. pp. das obere Grantz-Eisen vorgestellet / die Zinnerne Schei-be aber bey Lit. qq. Dieses obere Grantz-Eisen wird in den verlohrnen Kopffcingc-schnitten / daß es nicht weichen kan. Zwischen dem Ring und Kern werden eiserneKeilin Ovadrat getrieben / damit der Kern aussteine Seite mehr weichen kan.
Kernsia«ge Der Eiserne lange Riegel / welcher durch die Kern- Stange gehet / wirdnmß an die ziemlich starcken Dratan die Form auff das stärckeste angebunden/denongel'undc!, wo solches nicht geschicht/ verursachet die schwere Last vom Metall /daß derN werden sonsiAenl weichet / und wie ein Blitz zum Dach aussähet.
' 8$ S*"“ ' Wir wollen nunmehr die gantz fertige biß zum Zapssen stossen parat ste-> hende Form eine Weile in der Dain-Grubenveriassen / und ehe das Schmeltzen angehet/den Ofen beschauen.
Cap. VI I.
Vom Seimen/ woraus die Steine zumEieß-und
Schmcltz-Oscn sollen bereitet tmrbcn.
^M^e Steine zum Gieß - Ofen müssen vor allen Dingen also beschaffen«^Dstyu / daß sie im Feuer wohl ausdauren/ und nicht schmeltzen.
Daß an Erkantnißdssr Steine oder vielmehr der Erde/ so darzu gebravchtwird/müssen wohl viel gelegen / haben die meisten Giesser mit Schaden erfahren / indem ste ;umcrkäntwer- ^ crn |- c ^ {lt müßen, daß in wahrenden besten Schmeltzen des Metalles / die* m ' Ofen zusammen geflossen und den gantzen Guß verdorben/ auch wohl gar nachBeschaffenheit des Ortes, das Gebau über dem Kopffe angezündet. Derohalben ich vor "nöthig erachtet / ehe ich zu Beschreibung der Gießöfen schreite/ zumelden/ tvie die Steine
dazu bereitet werden sollen. . ^ ^
Der Leimen oder Erde/woraus die Sreine zum Ösen gebrennet werden / bestehethauptsächlich in zweyerley Art / nemlich ferc und mager.
Die fette Erde oder Leimen hat wiederum einen Unterscheid / nemlich eine Fette/Fette Erde, welche im Fetter beständig / und eine Fette / welche vom Feuer bald verzehretund gemacht wird/ unter die fette Erde so im Feuer bestehet/ ist vor-
terjcyeu. . zurechnen/welche in Orstereich an unterschiedlichen Oerlern ge-
Welche im ^wdcn / und zum Tiegeln m Glaßhütteu mit grossen Nutzen gebraucht wird;ha!re""^ Ihre Farbe ist weißgraulich/ mit wenigem gelb vermischet. E Wenn sie frischgegraben wird / ist sie ziemlich hart und dicht auffeiuander: Wann sie dürr worden/ lassttsie sich wie ein klarer Sand - Stein schneidenanit dem Finger aber zum subtiiesten Mehlreiben/ und werden dieFinger glat / als hatte man ste mir Seiffen geschmieret / ste brau-chet keinen eintzigen Zusatz/sondern ist vor sich sclosten drey/biß vier Monath/in con-tinuirlichen Feuer der Glaß-Hütten beständig. ^
Eine andere fette Erde oder Leimen ist / welche nn Feuer vor sich selbstengar nicht hält / aus der Ursachen / weilen derer meistenchelle nur von einenSchlack der gemeinen Erden bestehen / welcher vom Feuer bald verzehret / dieqröbcru und härtern Theile aber in derselben / welche etwas langer ausdauren / werdendoch auch bald flüßig gemacht / daß das Feuer desto hefftiger / geschwinder / und starckcreindringen / und das gantze Geweb oder Motivation zerschmeltzen können.
Magere Er- ' Die magere Erde oder Leimen ist gleichfals zweyerley. Magerer 2 cUfce 5 nHi)fricp. mcn jjj her / welcher in vielem gelben Sand bestehet / wie man um die Reviervon Pbilipps-Burg hat. Dieser Leimen bestehet in vielem Sand / welcher grobkörnig/das übrige an ihm ist ein wenig Schlack von gemeiner Erden /derohalben halten dieSteine im Feuer eine sehr kleine Zeit. D Die
Fette Erde,die nicht be-ständig.