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72 Cap. XXI. Wie Feuer und die Kleb-Kugeln zu schießen?
Bey Lit. C. habe ich an statt des Hrn Obrist Leutenants/Schrott-Bücksen ei,ne Trauben Kartatsche/ und bey Lit. D. eine Granat vorgestellet / welchen eken aufgc-meldte Äkanier geschwind können geladen und geschoßen werden/ wcme diese Manier et-wa belieben möchte.
Daß des HrnQbrlst Leut. Kammer-Stück sehr leicht und auch beqvem hat kön-nen getragen werden/bedarffketner Verwunderung/dann wer feine gethane Schußgesehen/wird bekenen/daß eö etwas und auch nichts gewesen/ indeme der Hagel mit einersehr schlechten Force und dar;» nicht weit getrieben worden/welchesauch nicht wohl hatseyn können/ dann ein solch schwach Stück / leidet nur eine kleine Ladung Pulver sonsthielte esnichkaus/ die Kartatsche darffnicht vertammt werden/svnsten bekäme die Ge-schwindigkeit ein Loch / das Stück an sich selbsten ist kurß/ und das Pulver wird von fernhinein gezündet/ welches alles einen sehr schlechten Trieb machet/in Suma/dieseSchüssrsind geschwinde aber anchvon schlechten Effect einjeder der Geschütz und Pulver verste-het/wird solches leicht begreiffenkönnen.
Die rechte größe desCalibers von derHaubiß oder Kammer-Stück Lit. A. ist ;aufl4. Pfund Eisen/wie die Viertel Earthaune gerichtet/von welchen ich hier den vierd-ten Theil behalten habe / das übrige kan leicht nachgemessen werden.
DererLa- DieseStückkönnenrechtmitPatronen/wegen ihrer kürtze/mit der
vung. Hund geladen und die Granat Lit. D. oder die vorgestellten zweycrley Ka ',!tatschen Lit. b. oder c. geletzt werden / oder man kan die Patron daran machen undzugleich laden / auff die Kartätschen kan man einen Vorschlag von Stroh / wie brauch-1lich/geben/die Granat aber bleibet frey / sie muß mit Luder oder Sropinen wohl verso 1hen seyn. I
In Mund des Stückes streuet man eine Hand voll Mehl-Pulver / welches dieZündung mehres versichert / wann alles geladen und gerichtet lvird mit der Raum-Na-del in die Patrone durch das Zünd-Loch gestochen / mit klein Körnichten Pulver einge-räumet/ und Feuer geben.
Diese kurtzen Stücken sind sehr nützlich in Außen -Wercken/ absonderlich in be-decken /Batterienund niedern Flanckqven/ derFoussebray den Graben und Contra-Nutzen sol- scharp zubestreichen / und dem einlogirenden Feind mit Granaten und $t'w ,tfwetutf. tatschen continuirlich molettiren.
Zu diesem Stücken dürsten in einer Vestuug nur schlechte Schiff - Lavettcn seyn/und brauchet eine über;. Pfund Eisen nicht.
Wenn sie aber im Feld sollen geführct werden / müssen sie ihre rechte Lavettcn ha-ben / vor Vestungen sind sie gleichfals sehr wohl zu gebrauchen / indem man Grana-ten und kleine Feuer-Kugeln daraus schiesscn kau/ das übrige stelle ich den LmiöscnLeser anheim / solches Stück zuvergrössern.
Lap. XXI.
Wiedie Feuer-und Kleb-Kugcln auch Granaten von ziem
lichcr Grösse aus kleinen Regimentö-Stücken zu schicffcn'i
Proceß dir Je Granaten/Feuer und Kleb-Kugcln können aufffolgende Weise in
Feuer- und Msstzeiner Grösse von 8. Pfund Stein / aus einen kleinen Regiments-Klebe-Ku- Stück geschossen werden.
aimen!s-^ Wann der Stab G.N. 14. welcher von jedweden / selbst rund-gt-Etücken zu wachsenen Holß/ seine Länge und Dicke betreffend in das Stück gerichtet/schiessen. werden forn zwey Bänder eines Zolles breit und so lang / daß solche die Ku-gel in zusammen biegen umfassen können/ creutzweiß mit einen langen und starcken Na-
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