Cap* xxii. Von Länge und Stärcke derFeld-Lavetten.
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gel auffdem Stock befestiget/ der Stock soll aber mit ein oder zwey eisernen Rincken be-schlagen seyn / damit er aushalten kan / die Bänder sollen an allen 4. Enden ein wenigüberworffene Hacken haben. ,
Wann dieses alles seine Richtigkeit hat / setzet man die Kleb-Kugel oder Granatauffdie Mitten des Stocks/unh bieget die Bänder/welche vorhero wohl geglüet seynsollen /über die Kugel zusammen/und verbindet solche mit Dratsoftst als v.on nöthenist.
Wann nun das Stück geladen und gerichtet / gibt man der Kugel erst/nachmahlsdem Stück-Feuer.
Auff diese Manier werden auch die Granaten auff befestiget / und stehet frey / obman an statt zweyer / drey Bänder zu mehrerer Befestigung geben will.
Cap. XXII.
Von Länge und Stärcke der Feld-Lavetten.
Num. if. dem Kupffer-Blakte Num. 15. A. B. habe ich vorgestellet eine
^WLavet zu einer gantzen Carthaun/derer Lange und Starcke aus derFigur zusehen.
Der Einschnitt zur Psanne/ist zwar hier i.Caliber weit/und halben Caliber tieff/angebrütet es richtet sich allein nach dem / wie man die Lavet will beschlagen lassen.
Geschicht es mit einen Stoß -Poltzen / muß der Einschnitt hinter den Schild-Zapffen in rechten Winckel seyn/der Einschnitt aber zu der Axen/wird um so viel tieffereinwärts gegeben/damit der perpenckiculsr stehende Stoß -Poltzen die Axen nichtberühre/ oder er muß schreg eingelassen und gebohret werden/welches besser ist.
Wie Tieffer die Aze an einem Stück einwärts gesetzet wird/ie leichter ist das Stückauf zupreßen/ aber die Bewegung ist in Loßschirssen (absonderlich bey leichtes Stückendesto gröffer/wo vor man sich hüten soll/lieber mehr Arbeit und gute Schüß / als dasman etlichen Arbeitern füget und die kostbahre Munition halb umsonst schiesset.
Der vordere Haupt-Riegel/muß allezeit also gestellet werden / damit man dasStücktieffgenugsencken kan/ctliche haben es gar nach den Quadranten haben wollendrs sind aber nur Einbildungen an denen nichts gelegen.
W DieIenigen Schuß / welche aus einer solchen tieffen Senckung geschehen /sinddie aller elendesten/derKnall darvon ist das beste/der Effect aber selten was nütz; dero-halben ist nicht nöthig dißfalls sich den Kopffzu zerbrechen/der Haupt-Riegel muß sohoch stehen/als die Lavet oben von Stück nicht aus einander gedrucket werden kan.
Die zwey Ruhe-und Küssen-Riegel gegen der Mitte von der Lavet werden un-terschiedlich gestellet/ich habe diese Manier in der Praxin vor gut befunden/ die höchstenReisten in Boden/ müssen zwischen das Spatium beyder Riegel zu der höchsten Lle vs-risn einfallen können/so brauchet es nachmahl nicht in hohen Bogen-Schüssen denSchweiffder Lavetten einzugraben/wer da will/kan auch beyde Riegel durch einSteg z.oder 4. Zoll dick nach grösse der Laveten zusammen hencken/welches doch nicht eben vonnöthen.
Zu mercken ist/daß die Riegel niemahls über die Helffte von der Dicke der Wandeingelassen und alles in rechteWinckel gerichtet werden/damit die Lavet/wann solche mitihren Poltzen zusammen gezogen wird/oben so welt/als unten/komme.
Die gebogenen Lavetten stehen sauberer an einen Stück als die Flachen/ die Fla-chen abettdauren besser/und werden durch dm Stoß nicht so leicht geschoben/wie breiter