54 cap. Xl^V.VonPulVLkMÜHleu. __
gestellet werden/daß wann sie aufffiicgen/ andern Gebäuen keinen Schaden zufügenkönnen.
Bey den Roß und Hand-Mühlen bedarffman dieser Sorge nicht / denn man kansolche hinstellen wo man will/welches in truckenen Platzen und Berg - Vestungen einesehr grosse Vcgvemligkeit ist.
Man kan nach menge »des Wassers / wann es beständig fliesset/die große derMühlen ordiniren ; Die Roß-Mühlen müssen entweder unfeinen oder mehr Pferde ge-richtet werden/welches auch bey den Hand-Mühlen zu observiren.
Wolte man in einer Vestung aufCosackische Manir Pulver machen/und die Spe-ftn zu einer rechten Pulver-Mühlen ersparen /muste man sich des Bauern-Pulvw ^ Stampffes den ich in der Kupffer Platte N.i/.Llt. oo. vorgestellet/ bedie-Mühle/ nete/gemeldte Cosacken behelffen sich durch die ganße Ukreine mit solchen/und
machen einen Überfluß von Pulver /weilen das Land von guten Salpeterdurchgehendes angefülltt.
In zwey Tagen kan man in einen solchen Stampf 8. Pfund Pulver machen/undwenn ein Commendant derer viel hat/kan man die Wochen durch auch mit Centnemrechnen / und weil ein solcher Stampf über einen Gülden nicht kostet/ auch sehr bald undvon jedwedem Baurenkan gemachet werden/ist nicht viel daran gelegen /wann eineoder die andere in die Lujst gehet/welches aber selten geschiehet / und ob itfybew gleichviel gesehen/habe ich doch niemahls etwas solches erfahren/daß sie sich entzündet: Ichhabe sie hier dcshalben mit eingebracht/damit man sehen könne/wie solche Völckcrmitschlechter Angelegenheit sich mit Pulver versehen /wann mancher fauler Commendantso gute Lust hatte/seiner anvertrauten Vestung mit etwas dergleichen zuhelffcn/alserLust hat mit Essen und Trinckcn auch andern Schwachheiten sich zu ergötzen/würdendie Übergaben wegen Mangel des Pulvers nicht zuleicht noch offt zuhören seyn/ welchesleider schon gar zu vielmahls geschehen.
Cap. xl vi.
VorsteUungeimWaffer-Pulm-Mhlensamtdem
Zubehör.
UtTr ,6 ' MWOrhero habe ich gemcldet/daß dieWasser-Mühlen daSPulvcr machenMühlm sindL^UE bestm befördern/wann anders das Wasser beständig lauffct unddie besten? Sommer nicht abgehet.
Man leidet selten solche Mühlen inVestungen/ob schon Wasser genug vorhanden/es sey dann/daß siePlatz gc»ug haben/und aus der fcindlichenAttaqvemitFeuer-Wercknicht können beworffen werden/dahero wo die Vestungen solche inwendig nicdt leiden/auswendig aber nicht mandeniren können/auch der Feind das Wasser abstechen und be-nehmen kan/muß man destomehr auf Hand-oder Roß-Mühlen bedacht ftyn.wie solche zu In der Kupffer- Plat N. »6. Lit C. wird in Perspectivischen AuffM
verfertigen? tz^gestelleteine Wasser Pulver- Mühle von »6. Stampffen / das WasserRad darzu ist hoch 20. Schuh/hat 48. Schusseln / iede ist breit -.und hoch ».Schuh.Der Wcll-Baum ist biß zum Kumpfflang 15. Schuh io. Zoll/hintcr den Kumpffgegmden Zapffen y.Zoll.Der Well-Baum ist dick über das Creutz »4. Zoll. Der Kumpffhaltüber Hirn^Schuh/derKumpffüber den Creutz istz. Schuh 2. Zoll und hat 24. Spin-deln der GeschriffDaS Kampff-Rad ist über den Hirn 9! Zoll/über das Creutz 7 «SchuhZoll und hält 60. Kämmen 5. Zoll in der Geschriff.
Ein Stampffel ist biß zum Schlüß hoch » Schuh io. Zoll/das Loch 6. Zoll/vonSchließ die übrige Höhe 6. Schuh io. Zoll/ist also die gantze Höhe eines Stampffels y.Schuh 2. Zoll/die Dicke und Breite 4.Zoll.
Ein Wasser-Rad von obstehender Proportion / kan einen doppelten Stampf,von »6. Häfen treiben/ wann anders das Wasser nicht zu seicht und seinen gebührliche"