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Neue Curiöse Geschütz-Beschreibung : Worinnen nicht allein ausführlich gehandelt wird von unterschiedlichen Manieren und Gestallten derer Gieß-Oefen, darinnen allerhand Arten Stücke, Haupitzen und Mörser etc. zu giessen ... / heraus gegeben von ... Michael Miethen
Entstehung
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109
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Cap. 111, Vorstellung eine* Möeftls/so zoo. pf. Sretn wirfst. 10 -

-er Lavette nicht schier halb von Eisen und sehr siarck/ gehen sie in wenigen Würffen zuttümmern / und müssen lange genug feyern/ehe eine solche schwere Lavette vom Kesselauffund abgeführer / und reparier wird.

Unter solcher Zeit verliehret sich die Menge der Steine/und behalten die kleinen/als 6s. oder roo.pfündigenMörsel, die man Nacht und Tag fort brauchen kan/vorden grossen solcher Gestalt den Vorzug.

Wann man solche Uacdinas zu Wasser der Armee zu einer Atkaqve nachführenkan/nebenst ein oder zwey leeren Lavetten / so gehet es wohl an; weilen alsdann nichtsabgehet / als die Mühe/ so man mit denselben haben muß; und ist wahr/daß/wo nichtszerbricht / und im Werffen keine Hinderniß vorfällt/ Man die Belagerten nnrmitStei-neu dermassen überschütten / die Defensores pleßiren/qvetschen und'so viel todt ma-chen kan/ daß sie weder sicher stchcn/und noch viel weniger denen Belagerten Schadenthun / noch ihr Naher-kommen verwehren können.

Zu Feld sind Wann aber/wie oben gemeldet / solche grosse Mörsel im Felde mit ge-

Mo^psimdigef"hret/und auff der Axe den Feldzug über mit geschleppet werden sollen/istRörsel am besser / daß man an statt derselben 60. oder 100. pfündige / als die beqvem-t drqvemlich- jichsten/erwehlct; weilen mit g. dererley Sorten / auff einmahl loßgebrant /

tn schier eben so viel/und nach gestallren Sachen wohl mehr ausgerichtet wer-den kan / absonderlich / wann mit Granaten gemorsten wird.

Jnglüchen m In Vestungen sind sie am beqvcmlichsicn / es müssen aber etliche Lavet-

Eteiüemnö tcn darzu im Vorrath seyn / daß / wann eine bricht / man mit einem solchenGranaten hochnützlichen Wercke nicht einhalten müsse; dann die Belagerer in den A-daraus zu prochen durch conrinuirliches werffen mit Steinen / mehr als mit Stü-wersfen. Nnd Mußqveten können incommoöiret werden. Sind zu solchenMörseln auch grosse Granaten vorhanden / und ist die Vestung mit guten Feuerwer-kern versehen / so stehen die feindlichen Batterien in einer grossen Gesahr/und ge-hen / wo solche antreffen / Stück / Lavetten und Leute zu schänden.

Nunus». Die Metall-Starcke der grossen Mörsel ist in dem Kupffer-Blatte N.19. A.B.zusehen / an welcher nichts soll erspart / sondern lieber mehr zugesetzt werden ; dannbey wenigen Cenlncr abgebrochenen Metalls die ganße kostbahre Machina kan zuschänden gehen/gcschweige der Unkosten / was solche nebenst zugehörigen Granaten undandern Requisiten / (so hernach mehrentheils umsonst- im Feld zu fuhren gekostet.

Gap. in.

Vorstellung eines Mrsels/so zoo. pf. Stein wirfst.

zAXEr Diameter von einem Mörsel / welcher eine steinerne Kugel/so zoo. pf. wieget/O^werffen soll / halt auff dem Maaß-Stab 345. pf. dessen Helffre aber 4). pf. Sre,n/

wohl gemessen.

Der Diameter wird in 64. Theil getheilet.

Der Lauffzum Mittelpunct der Kammer ist i». Caliber tieff.

Die Kammer ist weitz.tieff^.

Die Metall-Srarcke bey dem Mund ist f * bey den Schild-Zapffen um und un-

ter der KammerCaliber.

Der Lager-Punct wird vom Mittel-Punct der Kammer ".gegen dem Mund zu-gesetzet.

Der Schild-Zapffen ist dick;, lang ohne die Scheibe A. die Scheibe ist dickh^ch ß 4 .

Die Verstabung im Kopff ist r. 5.1. der höchste Reiff in Kopffist U,

m. Theil. E e Die