Cap. XXL Von Schäften und Lavetten zum Feuer,Mörsel». »2»
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Dann eiu Morse! / so 2',.Mund in allem lang ist / brauchet keine solche hohe Lavet /als ein anderer/der drey hat; Also ist es auch mit den Schild. Zapffen beschaffen: dannwann solchem der Mitte des Mörsels stehen/bedürffcn solche keine so hohe Lavet /alswann sie besser hinaufwarts gegen den Mund gerichtet worden.
Dcrftrchuiug Diese Regel muß bey Verfertigung einer guten Mörsel-Lavet in obacht
Laver!^^ genommen werden / daß zum ersten die Wände von einen guten/frischen/gesunden und nicht alten mürbem Holtz sey / lieber etwas zu dick / als zu dinn.Wohl zu verstehen / daß man auch nicht gar aus den Schrancken einer vernünjstigenProportion schreite.
Die Höhe einer Wand richtet sich vom Mittel-Punct des Schild-Zapffensbiß et-wa r.oder z.Zoll über die Lange des untern Theils vom Mörsel/dergesialt/daß/wannder Morse! völlig in der Lavetken kerpendicular stehet / der Räumen zwischen seinenmd des Mörsels Boden/oder inMangelung deffen/derBettung nicht mehr Spiel-Räu-men / als etwa r.biß z.Zoll habe. Und wofern die Laver im Beschlag und Pfannen be-siandigist/daß der Mörsel solche nlchtunter sich stößet/ist gar kein anderer Räumenzur Spielung von nöthen/als daß der Boden des Mörsels an den Boden der Lavet oderBettung / nur hart wegstreichen kann.
Die Lange derselben betreffend / ist es besser/daß solche lieber zu lang als zu kurßgemacht werden / jedoch was paßirlich ist/und muß man sich an ein oder zwey Schuchnicht binden lassen; denn ie langer eine Lavet ist/ie beständiger die Würffsind/ weilen siesich nicht sehr bewegen/und beqvcm zu regiren sind.
Die kurtzen und hohen Lavetten aber bringen wegen ihresHupffens lauter ungewisseWürff/ und löset sich insgemein hinter dem Stoß von einander.
Der Einschnitt zur Pfanne soll niemahls über die Helffte von der Dicke des Schild-Zapffens / und lieber weniger als mehr seyn; Dann ie rieffer solcher ist / ie mehr mußdiePfanne gebogen werden/wodurch sie schwacher wird; und wann es einmahl anein brechen gehet / fasset der Stoß das Holtz zu starck / daß es alles zu gleich zu schändengehen muß. Dieses ist nur denen bekaut /so da lange practiciret haben.k.2-.Die Riegel betreffend/sie geben nun durch/wie in demKrrpffer-Vlatte Nr.22.LfnA*ir.Ls.zu sehen; oder sie werden nur in die Helffte von Holtz eingestamet/daß sie auswen-dig nicht zusehen sind / wie Lit.C. so müsse» sie folgender Gestalt bey allen Mörseln(wo sie anders recht geschafft seyn sollen) stehen.
Der fordere oder Haupt Riegel muß also gesetzt werden/daß / wann der Mörsel nachdem Dvadranten oder Bley-Wage ?erpencliLularirer gcstellet/die höchsterrRechen imBoden oder das Metallum die Kammer / sirst an demselben anstehe / also/ daß der Mör-sel aus der Perpendicular-Linia nicht rückwärts weichen könne.
Der Küssen- oder Ruhe-Riegel Lit.E. muß von solcherBreite seyn/daß die Schoß-Keil der Mörsel werde aus der Perpendicutar Linia so viel gesencket/als ob man will/daß allezeit fest zwischen dem Boden des Mörsels und gemeldtem Riege! sitzen könne.Die Schoß-Keil aber müssen nicht plump noch dicke seyn/dann es gar liederlich gehan-delt seyn würde / wegen derselben entweder den Riegel zu tieff hinunter zu stellen /oderdenselben zu schwachen.
Der Schwantz-Riegel Lit.E.muß wegen Handthierung und Wendung einer sol-chen Last nothwendig seyn/nicht zu tieff hiuein/daß man leichter heben kan/auch nicht zuweit heraus/aufdaß die Wände nicht, geschwächet werden.
Zorn über dem Haupt-Riegel wird ein starcker eiserner Poltzeu gegeben/ wie beyzu schen/um die Lavet zusammen zu halten/derer auch wohl mehr seyn kör.nen/mrr mußman obacht haben/daß in Stell-und Seuckung der Mörsel keine Verhinderung findet.
Die Schweiffung der Lavetten/soll mehr vermieden / als beliebet werden; dann
M. Theil. Hh besser