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Neue Curiöse Geschütz-Beschreibung : Worinnen nicht allein ausführlich gehandelt wird von unterschiedlichen Manieren und Gestallten derer Gieß-Oefen, darinnen allerhand Arten Stücke, Haupitzen und Mörser etc. zu giessen ... / heraus gegeben von ... Michael Miethen
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125
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Cap. XXVI. w.:s vor ein unterscheid mit i. oder 2, Feuern zu werssen? rrs

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Was vor ein Unterscheid mitcinodcr zwey Feuern;,r

werssen?

.As Werffen aus dem Mörsel geschihet auf zweyerley Weise /mitemem Feuer /»oder mir zwey Feuern/welches ich bey Ladung des Feuerwerckes selbsien ordenkrUich anweiserl will. Alhier willich nur melden / was vor ein Unterschied unterbeyderley Manircn ist. Herr Georg Schreiber / welchen ich(ob er schon ein einfältigerTischler gewesen) so viel die kruxiri der Artillerie betrifft/ mit vor den besten halte / so mdieser Profession geschrieben; meldet zwar / daß es bester mit zwey Feuern zu werffensey / er saget aber keine rechte Ursachen. '

Es sind derer noch mehr / so dieser Meinung sind / machen aber keinen Unterschied.

Derohalben erachte ich vor nöthig beyde Maniren recht zu erklären. ^

Wie mit zwey- Mit zwey Feuern werffen heiffet / wann man die Kugebvder Granat

werffen"" ju < sey was es will) gebührend in Mörsel geladen / und dieselben mit Wasen/Merck/Heu oder Stroh verrammet/erstlich der Granat oben Feuergibt/alsdann aufder Pfannen loßbrennet.

Dieses Dieses Werffen ist das aller gefährlichste / so wohl vor die Menschen /

Äuchb als die Mörsel selbsien; dann gibt man oben Feuer/und brennet von der Pfan-nen blind weg /ist es eine Granat/kan der Mörsel zu trümmern gehen/undnoch Schaden darzu thun: Ist es eine Spreng-oder Feuer-Kugel / und man räumetaicht wiederum geschwind ein / nachdem es zum erstenmahl aufder Pfannen abgebren-net/ muß man gleichfals darvvn lausten und dem Feind ein Lust-Feuerwerck hinter lastsin.

Das blinde Wegbrennen von der Pfannen geschiehet aus zweyerley Ursachen:Erstlich / wann mit groben Pulver / zwischen welchen etwas Holtz oder andere Un-einigkeit vom Stampffist/eingeräumet/auch das Zündloch vom Schleim nicht fleißiggeraumer wird. '»

Zum Andern / wann man mit zweyen Feuern wirfst/ und mit Wasen oder derglei-chen vertammet/ so da verursachet/daß viel Unrathim Mörsel und Zünd-Loch zurückbleibet: wann dann die Feuerwerckerlmachtsam sind /oder sich in währender Actionverliren / daß sie nicht wohl einräumen / nachdem sie das Zünd-Loch ausgeputzet/geschichtes/daß dasPulver blind von der Pfannen wegbrennet: Andere Haupt-Ursachenwird man nicht finden.

laneam und Mit zwey Feuern zu werffen ist langsam / ungewiß und gefährlich; lang-unzcwlß. j* am wegen des Vertammeus (damit die Kammer nicht zu früh Feuer bekom-me) und daraufbenöthigtenausputzens des Mörsels/so bey einem Feuer nicht von Nö-then. Ungewiß ist es / weilen man einmahl stärcker als das anderemahl vertammet.Gefährlich / wann die Kugeln über den MöHln springen/und wann man aus eisernenMörseln werffen muß. . . '*

Mtrinen^

Feuer giebtmatt nur aus §der PfannenFeuer.

1 v,. in 4 ii <Cap. XXVIU 1 'tlbcykml/i

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, Mund des Mörsels schauet.' .

Mithat vor diesem die Brand - Röhren unter sich aufd.e Pfannen z-.UI Theil. 2> 'd'