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Neue Curiöse Geschütz-Beschreibung : Worinnen nicht allein ausführlich gehandelt wird von unterschiedlichen Manieren und Gestallten derer Gieß-Oefen, darinnen allerhand Arten Stücke, Haupitzen und Mörser etc. zu giessen ... / heraus gegeben von ... Michael Miethen
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161
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Cap- Xiv. Vs» Pulver- Rammern cufsötn Batterlett. ict

bare Munition nicht allem umsonst/ sondern der Feld-Herr gelanget langsam oder garnicht/zu seinem Intenr. Diese nun sind am allertauglichsten / daß man sie in dieSchieß-Schartten stellet / wo sie angewachsen / loß ziehet / und sich rühren lernet.

Dann alle diejenigen Büchsen - Meister / so sich zu her Artillerie begebe«/ummrrzu farrlentzen/bey der Action aber sich kranck machen / oder sonsten nichts thunwollen /sind zum tvdtschiessen darum gut / damit sie anderen'rechtschaffenen Leuten denPlatz und die Charche räumen. . Besser / daß mausie bald gut machet / oder nieder-fchiessmlässet. ' "

Die Pflöcke/zu Befestigung der. Faschinen/sollen nicht dicke seyn; sonsten wennsie nwggeschoffen werden / pleßiren sie die Büchsen-Meisier.

Die Faschinen sollen kein Laub-Werck haben / sondern von haselen/ und dergleichenreinen Sträuchern wohl gebunden seyn / daß sie sich so bald nicht anzünden können, Woman der geflochtenen Schäfer-Hürden haben kan/sind sie weit besser/ als Faschinen/sind geschwinder auffgesetzet und angepflöcket.

Die Blendungen werden von Holtz / vor die Mußqveten Schußfrey gemachet /mit zwey Füssen / damit sie nicht zu schwer werden; im Mittel derselben soll ein vierecketLoch seyn / durch welches man die Setz-Kolben und Ladschauffel - Stangen stossen kan;Diese Blendungen halten zwar die Mußqveten-Schüß auff/ komt aber eine Stück-Ku-gel/so ist es sehr unsicher zu stehen. Ein kleiner Sand-oder Woll-Sack ist weit besser/weniger Gefahr darbey/und macht keine Splitter.

Cap. XIV.

Von Pulverkammern auff den Batterien.

Pulvtt-Kam-^^Ie Pulver-Kammern oder Brhältnüssen/müssen bey allen Batterienwohlvcrwahr^^^ff» angeordnet werden / daß kein feindlich Stück sie bestreichen oderm werden, fassen / noch auch die mit brennenden Lunten hin und wider paßirende Muß-gvetirer einige Gefahr verursachen können.

Die Pomben / Brand-und Feuer-Kugeln sind der Batterien allergröste Feinde/weilen sie vor solche schwer zu bedecken / esssey dann in einer Vestung in Gewölbern.^Wann nun die Pniver-Grube nicht wohl verwahret/ und mit einer guten Stür-tze von Faschinen / Erde und dergleichen Materie versehen / und gleichwohl nach demsel-ben geworffenwird/ist es gefährlich / viel Munition im Vorrath zu halten / wo mannicht das Pulver in Gefahr setzen/und den Belägerten zum Freuden-Feuer will an-zünden lassen.

Derersell'eil Die Bedeckung über solche Pulver-Kammern sind am besten mit einsei-

e ec ung. ft ^ cn Dächern von Balcken wohl befestiget / und mit Erde überdecket/inSumma man kan sich so wohl nicht verwahren / es braucht es.

Wo aber von denen Ober-Befehlhabcrn keine Zeit / sich recht zuverbauen / zuge-lassen wird / dürffen sie sich nur selber alles entstehendes Unheil zuschreiben.

Auffeiner Batterie /welche mit Pomben Und Steinen beworffett wird/ist Voltnörhen einiger Ort / welcher vor die Steine bedecket/ und vor das Umschlagen der Pomsben verwahret ist.

Cap. xv.

Wie und wohin die Batterien gegen des Feindes Ge-

schütz anzulegen?

Battrnen ^A^Ey Anlegung der Batterien muß nothwendig auffgesehen werden / daßmangele cLr^^y^.^^Eeiken/oder Rücken /könne beschossen noch entde-LV. Theil. Ss cktt