i(4 Cap.XVKI. Wie bfe glüende» Rage!» vseveikungen Ztt schienen?
als die Feu- Die glüende Kugeln siehet niemand eher/als biß sie würcklich angezün-er Kugeln, det/bleiben in denen Balcken der grossen und starcken Ziegel-Dächer leichtstecken/und zünden behende ''
Werden aus Vor einerVestung werden sie ausFalckaunen und Regiments Stückenund Regt-" am begvemesten geschossen / bald schwach/bald siarck/ liachdem man weit oderments- ' nahe schicssen will. Es ist schier unmöglich/daß unter 2o>glücnden Kugeln'Aucken ge- nicht eine etwas brennendes antreffen solte?
Man muß ausserhalb der Batterie einen sichern Ort zun glüende»Kugeln haben/und keine Kohlen sparen/auch wohl zu blasen/ daß sie recht weiß glüendewerden. Wann das Stück mit Patrone» geladen / darff man keinen Vorschlag von,Ort die Kn- Wasen oder Leimen/noch Holtz geben/so da keines weges von nöthen/sondem.sein zu Kugel bloß auff den Trost-Spiegel oder Vorschlag lauffen; und
ob schon sich derselbige entzündet/u.ehcr/alsman hinden Feuer giebt/anzünden solte/,ist doch nichts daran gelegen/dann so bald die Kugel nur im Mund zu lauffen anfanget/ist der Büchsenmeister darbey nichts mehr nüß/und darf man nicht sorgen/daß das vcr-streutte Pulver/wie mit derLade-Schauffel geschiehet/sich im Einlauffenzu frühem-,zündet/weilen es in der Patron beysammen geblieben. '
Derselben Die Ladung muß nach Stärcke der Gebäu/und vittLN2dekOertcr/ge^Ladung, gebenwerden. Wann das Stück an behörigen Ort gerichtet lässet man.die Kugel einlauffen/cso mit einem eisernen Löffel/der fornen einen Schnabel hat /ge-schehen muß) und giebt Feuer.
Das Laden mit der Lade-Schauffel/bey schiessung der g!üenden.Kugeln/ist nichts,nutz/dann man muß mit Wasen oder Leim vertammen/und viel auswischens machen/weilen das Pulver zerstreuet/und nicht / wie in der Patronen / beysammen ist/und so.ein Stück Gruben hat/kan sichs leicht zu früh entzünden. "
Etlicher m Es lehren etliche/die glüendcn Kugeln/sob sie schon in Bogen geschos-Meinungen ftn werden sollen vorhero in blecherne Büchsen zu thun/und mit dem Setz-'von Ladung Kolben einzuführen ; soll darzu dienen/damit die Kugelt» das Metall nichs
gluender Ku-^Erletzen.
3 Wer siehet aber diese gefährliche Schwachheiten nicht/bey welchen der Büchsen-
Meister ihre Hände mit fort fliehen können?
Wann das Stück von Holtz oder Wachs ware/so litte es schaden / das Metall aberbleibet/wie es ist.
Thal-ein be- Wenn man glüende Kugeln Thal-ein schiessen will/muß man sich derdienet man blechernen Büchsen bedienen/ damit die Kugel sitzen bleiben kan Wann daschernenBüch^Stück Thal-ern/an behörigen Ort gerichtet/thurman die Kugel in die Buch-'ftn. se / fasset solche mit der Zangen / und stecket sie in den Mund des Stückes/daßdie Kugel gegen die Ladung/der Boden aber von der Büchß zum Munde heraus schauet:Alsdann nimmt man den in dem Kupffer-Blatte N0.j4.Ur L. angezeigten doppeltenLade-Stock/setzet einen Theil an die Büchse und schiebet sie biß an die Ladung/mit ei-nem Stoß aber thut man den Lade-Stock heraus/und giebt Feuer.
So gefährlich dieses manchen vorkommen wird/so sicher ist es/und habe diesesindreyenBüchsen-Meister-Lehren zuderKayserlichenFeld-^rkjllerie.mehralszweyhun-derr Büchsen-Meistern in ihrer Probe gewiesen/und thun lassen: Es kan die geringsteIst ausser Gefahr nicht bringen/wann auch das Stück zu früh loß gehen solte/weilen derGefahr. Büchsen-Meister auff der Seiten und neben dem Stück stehet / allwo ihn derSchuß nicht fassen kan.
Cap.
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