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Op,XXIII. .wie bey einem Alksfall dcuMernageln -erStücke vvkzuksmmen/rc 167
Man machetStäbe/foin die Pistolen biß anffdie Ladung einpassen / oben bekom-men sie eine Spitz/welche durch die Kugel oben hervor gehet. DasSäcklein behalt obenund unten seine Lappen/damit es an das Stäbel und Spitz kan bevestiget werden. Eswird auswendig herum mit etwas Hanff/so in Kühn-Oel befeuchtet / hart umwunden/undinBech getauffet.
Wann mau sie schkessen will / wird fernen ein Loch eingebohret/undFeuer gegeben/worauffman sie durch den Bogen Schuß fort schießet.
In Musqv<- Die in die Musketen sind einer Faust groß/und muß alles/wie in vvr-
Jn' Doppel- hergehenden/obfervlcet werden.
hacken., Die Doppelhacken sind hierzu sehr beqvem.
AusStuckm. Feuer-Pfeil aus Stücken sind nichts anders / als kleine Feuer-Kugelnmit Leinen gebunden ; Sie werden/wie die Klebe-Kugeln/an eine Stange biß auf dieLadung in das Stück gepasset / und befestiget f so starck man kan/und darffnicht eben derPfeil durch und durch gehen. Man kan derer schon zwey oder drey an die obere Blattebefestigen/auch die gantze Kugel mit scharffen Anckern an den Bund befestiget/umgeben.Die Ladung (gute kleine krrtxiülehret das übrige / wie viel man / nach Starcke des!chrttdie"^Pulvers/dcr Kugel und Oittunr. laden/und wie hoch man richten soll.
Praxis. ^
Cap. XXIII.
Wie bey einem Ausfall dem Vernageln der Stücke vorzu«
kommen / oder / so sie vernagelr/wrcder zu helffen?
As Vernageln der Stück ist vor Zeiten öffters/als ießund geschehen/weilen man dieBatterien bloß geleget/die /Xprochen schlecht geführet/und in Ersparung etlicherLogiamenter und Oelen8-l^jnien/sich nicht genugsam vor denen Ausfallen verwahret.Das Verna- Anietzo/dadie /Vktsqven weit höher gestiegen /wird vom VernagelnSrückge- Stück selten gehöret / dahero ich mich auch darmit nicht lange aufhalten
schiebet anitzowiü.
gar selten. Wann man bey einem stakcken Ausfall gezwungen wird/ die Batterien
zu verlassen/sollen dieBüchsenmeistermithölßernenPflöckcnCso in dieZündlöcher passen)versehen seyn/und solche in dieselben fest einschlagen/so kan alsdenn das feindliche Ve-r-nageln leichte wiederum auffgemachet werden.
Es sott auch iedes Stück einen höltzernen Pfropffoder Spund haben/den man depMündung gleich fest einschlagen kan/um zn verhütcn/daß kein schädliches Sprengwerckin den Lauffgebracht werde.
Das Etzen Denvernagelten Stucken / wann etliche Schuß/so von der MundungmitScheide hsneinwärts durch Stopinen entzüttdet/den Nagel nichtaustrcrben/ist dasSdttch. beste Mittel/ein neues Zündloch zu bohren. Das Etzen und Scheide-Wasserist viel zu langweilig/und greifft das Metall zugleich mit an.
Cap. XXIV.
Bon unterschiedlichen Zufallen/so beydem Geschütz in
wahrender ärcaqvezugcschchenpflcgen?
Kugel sollen^^Ie Zufalle bey dem Gebrauch des Geschützes sind theils verhinderlich/
seyn!damit ^theils gefährlich und schädlich,sienichtim Ein verhmderlicher Zufall ist es/wann eine Kugel im Stück steckenAEück/^öleibet/welche sich weder von eingegossenemOel/nach vielen klopffen undWen / mit der Vogel-Zungen bewegen lasset.
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