ig4 Cap. XLVII. was auf den Batterien rc. in einer Veffung von Nöthen?
Anderer Ich habe-gefthen etliche Spaßvogel von Mußqvetirern/welche von abopSS!” ten Kleidernund Hüten/mit Stroh ausgestopffet / Männer Macheten / undsolche über die Brust - Wehre etwas hervor hielten / nach welchen es augen-blicklich Kugeln regnete; -daher dieser Spaß durch müßige Leute/ aus Bcfehldcs Com-mendanten/zu Vexirung der Belagerer/viel starcker getrieben/ und manche Kugel um-sonst verschossen wurde.
Auffsolche Manier kan man mit unterschiedlichen Blendungen manchen Schußfehlen/ und den Belagern etwas zuthun geben.
Gas). XLVII.
Was auff den Batterien und bey dem Gebrauch detz Geschützes in ei-ner Vesiung von Nöthen sey ?
Batterien in Batterien in einer Vestung/weilen solche insgemein von den Kesselnmuffen Ber ^EkBelägerer oben herunter warm gehalten werden/müssenBedeckungedeckungcn vor Steine undR.etiraten/vorden grossen Pomben und Granaten haben,vor Creiirci Die Ketiraten können nurvon;.oder4.Schantz-Körben / welche oben be-ttn!'c haben dcckct/am füglichsien gemacht werden; ingleichen auch die Pulver-Behält-nisse.
Abkühlung ^ Zum Abkühlen der Stücke / wann solche hefftig gebrauchet worden /der Stücke, würfft man ein paar Ladungen Pulver/oder an statt dessen Salpeter / in einKübel Wasser/und waschet das Stück mit einem Wischer von Porsten wohl aus.
Die Ladung In einer Vestung kan man die Patronen und Ladung in überstüßi-^ m^beEgkr Menge im Verrath machen/und in Fässern oder Kasten auff den Batte-qvemsten. rien vor dem Feuer verwahren. Das Laden mit den Patronen ist geschwind/bringt gleichere Schüß/ erhält die Büchsen-Meister/und schadet ihnen kein auffgehalte-nes Feuer in grübichten Stücken; dahero ein Zeugwart derer gnugsam in Verrath / sowohl gesiüllet/als ungefüllet/machen lassen kan. Ein fauler wird hier gleich sagen/manhätte so viel Jahr ohne Patronen geschosscn/man würde es auch noch thun können. Erwisse aber zur Antwort/daß dieser kahle Eimvurf die Beqvemligkeit und Nutzen der Pa-tronen keinesweges verringert/sondern in der kraxi und recht hitziger blutiger Action,Den Vorzug über die Lade-Schauffel weit erhalten.
AufeineBat- Auffeiner Batterie sollen/wo möglich/gleicheStück von Caliber gestel-*?•*«& l^/zu welchen gleiche Kugeln durch eine juste Kugel-Lchr/die jedweder Büch-se von Cawsenmeister haben soll/ausgesuchct werden.
der gestellet Wann aber die Mündungen gleicher Stücke ungleich sind/ und um gute
Ungleiche' Schüß zuthun / zu iedwedem sondere Kugeln seyn müssen / gibt es leicht eineStück geben Confusion, daß die Kugeln verwechselt / im Stück stecken bleiben / welcheco»fosi<m. durch nichts/als vieles schlagen/lüfften mit der Vogel-Zunge /oder durchEr-sauffung des Pulvers/ (wie schon gelchret/) heraus zu bringen.
Bey Auftfüh- Ehe man die Stuck auffführet/müssen solche erstlich ausgeflamet / mit
ck" müssen MWasser ausgewaschen/und durch ein Wachs-Licht visitiret werden/ ob sie in-che erst visitirtw endig keine Mängel und grosse Gruben haben/ damit man dieselben / denenwerden, nicht wohl zu trauen/auff eilt sicher Ort/allwo es im springen nicht viel Scha-den thut/stellen kan. Die Stärcke des Metalles und andere Beschaffenheiten / weisensich durch das gewöhnliche Viütiren und kleinen Gebrauch von sich selbsten.
Gap. XLVlll.
Worzu die kurtzenund schwachenStück in einerVestung dienlich sind?
Kurtze Stü-^xIe kurtzen und leichten Stück taugen vornehmlich in die Aussenwercke/dirnlichstm ^«als Lontra- 8 carp, konneten, Kaveline, halbe Monden / Horn undKmi-Wkrckc; md dann»omchmlichm die Wosser-GrÄmMBramen/
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