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Fig. 240
Riemen selbst durch die Reibung nicht zu sehr beansprucht wird. Indem beider Drehung der treibenden Riemscheibe der Riemen selbst mitgenommen wirdund dadurch wiederum die getriebene Riemscheibe mitnimmt, ist es ohne weiteresklar, daß diese Mitnahme der getriebenen Riemscheibe um so sicherer erfolgt,
d. h. daß die Bewegungsüber-tragung eine um so gleichförmi-gere ist, je stärker der Riemengespannt ist und je größer derBogen ist, auf welchem er aufden Scheiben aufliegt. Natür-lich darf die Spannung nur sogroß sein, als die Elasticität des Riemens zuläßt. Der Riemen umspannt aberein größeres Bogenstück der Scheiben, je größer dieselben sind. Man nehme
daher die Scheiben, wenn irgendangängig, nie zu klein. Man be-zeichnet noch das Riemenstück,welches von der getriebenenScheibe zur treibenden läuft,als das ziehende Trum, unddas Riemenstück, welches von dertreibenden zur getriebenen Scheibeläuft, als das gezogene Trum.
Wir sehen also, daß die Riemenspannung bei einem Riementrieb dieHauptrolle spielt, weshalb wir uns an verschiedenen Trieben ansehen wollen,
wie man diese erforderliche. Spannung erhält. Natürlichhängt die erforderliche Rie-menspannung von der Größeder zu übertragenden Kraft ab.
Bei dem RiementriebFig. 239 ist der Riemenum die beiden RiemscheibenRi und kz geschlungen. DerRiemen wird durch sein Eigen-gewicht durchhängen unddadurch die erforderlicheRiemenspannung erzeugen.Drehen sich die Scheibenin der Pfeilrichtung, undist die treibende Riemscheibe, so ist o. das ziehende, b das gezogeneRiementrum. Das ziehende Riementrum a wird bei einer solchen Anordnungziemlich straff sein, während das gezogene Riementrum durchhängt und dem-zufolge das Bogenstück, welches der Riemen umgreift, vergrößert, also vorteilhaftwirkt. Man nimmt daher auch am besten das untere Trum als das treibende
Mg> 241.