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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Die Rollen selbst erhalten eine Rille eingedreht, welche das Seil bequemaufnehmen kann. Entweder drehen sich die Rollen lose auf festgelagerten Achsen,oder sie sind fest mit der Achse verbunden, und die letztere dreht sich in beson-deren Lagern. Die letztere Ausführung ist für größere Rollen und Lasten zuwählen, die Rollen der Flaschenzüge dagegen laufen sämtlich lose auf ihrenAchsen.

Fig. 298 zeigt den Querschnitt einer Rolle- Solldie Rolle lose auf der Achse ^ laufen, so ist die Nabe idilänger zu machen, als wenn sie fest auf der Achse ^sitzt. Lose laufende Rollen sind auch mit einer Schmier-vorrichtung H zu versehen- Die Rille ist möglichst tiefzu machen, damit das Seilnicht so leicht ablaufen kann,sie ist im Grunde nach demSeildurchmesser sauber auszu-drehen. Die Rollen sind ent-weder voll gegossen oder mitArmen versehen. Eine kleinerevolle Rolle zeigt Fig. 299.

Holzrollen verwendet manwenig und nur für untergeord-nete Zwecke.

Die Trommeln dienen zum Aufwickeln des Seiles beim Heben von Lasten.Das Heben der Last erfolgt dann einfach durch Drehen der Trommel, ebensodas Niederlassen der Last. Eine Trommel ist in Fig. 300 u. 301 dargestellt.Im Gegensatz zu den Rollen ist die Trommel an ihrem Umfang glatt und

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Fig. rss.

seitlich mit hohen Rändern versehen, welche das Ablaufen des Seiles zu ver-hindern haben. Die Trommel T besteht aus Hohlguß und wird mit ihrenNaben auf der Trommelwelle aufgekeilt. Das Seil soll sich nicht über-einander auf die Trommel aufwickeln, sondern nur nebeneinanderlegen, dem-zufolge muß die Trommel so lang bemessen werden, daß sie das der Hebhöhe