Buch 
Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
Seite
194
JPEG-Download
 

194

Je nachdem die Gleitbahnen eben oder cylindrisch sind, haben wir weiterKreuzköpfe für ebene und Kreuzköpfe für cylindrische Gleitbahnen.

Kreuzköpfe für ebene Gleitbahnen. Diese können entweder eingleisigoder zweigleisig sein. Ein Kreuzkopf, der für die eingleisige Geradführung(Fig. 370 bis 372) paßt, ist in Fig. 373 u. 374 wiedergegeben. Der Kreuz-kopfkörper L nimmt die Kolbenstange 8 auf, die mittels Konus und Keil indemselben befestigt wird- Nach hinten ist der Kreuzkopfkörper L zur Aufnahmedes Schubstangenkopfes gegabelt. Dieser muß sich frei in der Gabelung be-wegen können. Der Kreuzkopfbolzen 2 ist mittels Mutter in der Gabelung be-

Fig. s?r.

festigt. Er dient alsZapfen für das Schub-stangenlager. Nacheiner Seite hin ist derGleitschutz ä, dessenKanten, entsprechendder Geradführung,schwalbenschwanzförmigabgeschrägt sind, an-gesetzt. In Fig. 374 sind die beiden Schienen ^ und ^ der Geradführung mit-gezeichnet. Wie wir wissen, wurde durch diese Schienen die schwalbenschwanzförmige.Geradführung Fig. 372 gebildet. Man hat bei den Kreuzköpfen der dargestelltenKonstruktion darauf zu achten, daß der Gleitschuh genügend weit nach hintenüber den Kreuzkopfbolzen hinaus verlängert wird, weil sonst die Mittelebenedes Schubstangenangriffes an dem Kreuzkopf mit der Mittelebene des Gleitschuhesnicht zusammenfällt, wodurch ein einseitiger Druck auf die Gleitbahn auftritt.Derselbe hängt von der Entfernung dieser beiden Mittelebenen voneinander abund wird mit dieser Entfernung größer oder kleiner.

Wie wir oben schon bemerkt hatten, erhalten stehende Maschinen größererDimensionen zweigleisige ebene Geradführungen. Einen dazu passenden Kreuzkopf