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Für die Anordnung der Schraubenlöcher gilt für Flanschenröhren dieRegel, daß in der Vertikalebene der Achse des Rohres sich keine Schrauben-löcher befinden sollen.
Fig. 431 giebt die Verbindung von Muffenröhren wieder. Die Spitze 8des einen Rohres wird bis auf den Grund der Muffe 8 in diese hineingesteckt.Der Zwischenraum zwischen Spitze und Muffe wird dann mit Dichtungsmaterialausgefüllt. Allgemein geschieht die Dichtung dadurch, daß zuerst der untereRaum mit einem in Theer getränkten Hanfseil 8 ausgefüllt wird. Das Hanf-seil wird fest eingeschlagen, so daß es den Zwischenraum gut ausfüllt. Äufdas Hanfseil folgt dann eine Bleilage L. Das Blei wird eingegossen. Bres-lauer, „Der Maschinenbau ", bemerkt noch weiter:
„Um das Ausgießen mit Blei bei liegenden Rohr-leitungen zu ermöglichen, wird der Ausgang derMuffe mittels eines Thonringes abgedeckt und nuran höchster Stelle eine kleine Öffnung zum Ein-ziehen des Bleies freigelassen. Vor dem Aus-gießen ist darauf zu sehen, daß die Muffen sowohlwie die Spitzen des Rohres vollständig trockensind, damit ein Spritzen des flüssigen Bleies ver-mieden wird, das Blei ruhig einstießt und der Raum mit Blei sich vollständigausfüllt. Nach dem Ausgießen und Erkalten wird das Blei in die Muffe festeingestemmt."
Fig. «SS.
Fig. «SS.
Die Verbindung der Muffenröhren hat den Nachteil, daß ein Auswechselneines Rohres nur sehr schwer ausführbar ist.
Von einigen Wasserwerken sind auch noch andere Muffen- und andereSpitzenformen als die normalen vorgeschrieben.
Ebenso wie bei den Flanschenröhren kommen auch bei den MuffenröhrenVerbindungen vor, die eine Bewegung der verbundenen Röhren gestatten. Diesesogenannten beweglichen Muffendichtungen werden bei Leitungen angewendet,welche durch Flüsse gehen müssen. Derartige Röhren werden im fertig ver-bundenen Zustand verlegt.