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diesen großen Ventildurchmesser zu umgehen, indem ein großer Ventilhub durchgesteuerte Schlußbewegung des Ventils angeordnet wird. In Pros. Bach, „DieMaschinen-Elemente", heißt es weiter: „Die Wirkungsweise der RiedlerschenVentile ist die folgende: das Ventil öffnet sich selbstthätig und bleibt voll geöffnet, bises entsprechende Zeit vor dem Wechsel des Kolbenhubes durch eine Steuerung ge-schlossen wird, jedoch nicht vollständig, sondern nur bis auf einen kleinen —übrigens bis nahe auf Null herab regelbaren — Abstand von der Sitzfläche, denes dann selbstthätig unter Einwirkung der Flüssigkeitspressung zurücklegt. DasVentil ist also ein selbstthätiges mit gesteuerter Schlußbewegung (Zwangsschluß)."
Die Anordnung dieser Ventile, hauptsächlich die Anwendung ihrer Steuerungist außerordentlich verschieden. Fig. 489 giebt eine Anordnung. Das Ventil IVführt sich unterhalb im Ventilsitz und oben im Gehäusedeckel. An die Ventil-spindel 8 greift ein Winkelhebel H mit dem Drehpunkt ? an. Das Endedieses Hebels wird zeitweilig von einer unrunden Scheibe 0 zur Seite gedrückt.Die Scheibe O rotiert fortwährend. BeimÖffnen des Ventiles liegt der Hebel nichtan dieser Scheibe an, das Ventil öffnetsich, wobei das Ende dieses Hebels nachrechts ausschlägt. Bei der Drehung derunrunden Scheibe stößt jetzt deren Umfanggegen diesen Hebel und drückt ihn nachlinks, dabei das Ventil bis nahe auf seinenSitz herabdrückend. Der Schluß des
Ventils erfolgt dann weiter durch denauf dem Ventil lastenden Flüssigkeitsdruck.
Jetzt wiederholt sich das Spiel von
Fig. 48».
neuem.
Breslauer, „Der Maschinenbau ", sagt: „Ein wesentlicher Vorzug der ge-steuerten Ventile ist es, daß sie fast während des ganzen Kolbenhubes geöffnetbleiben können und erst kurz vor dem Hubwechsel des Kolbens die Steuerungzur Wirkung kommt, welche nun das Ventil unabhängig von allen Unregel-mäßigkeiten des Betriebes gegen seinen Sitz hin bewegt."
2. Die Klappen.
Die als Klappen bezeichneten Ventile geben die Durchgangsöffnung dadurchfrei, daß sich das Ventil selbstthätig von der Öffnung fortbewegt und dabei eineBewegung im Kreisbogen ausführt. Die Klappen sind nur für Rohrleitungen zubenutzen, durch welche die Flüssigkeit nur in einer bestimmten Richtung durch-stießt. Das Öffnen der Klappen geschieht ausnahmslos durch den unter dieKlappe herrschenden Flüssigkeitsdruck. Das Schließen geschieht selbstthätig durchihr Gewicht. Da sich die Klappen um einen Punkt drehen, wird dieser Gelenk-punkt auch zugleich als Führung derselben dienen.
Es heißt in Lueger , „Lexikon der gesamten Technik": „Gußeiserne odermetallene Klappen mit Scharnier halten nicht zuverlässig dicht, sind aber trotz-
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