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Diese Schieberstangen hängen mit einem Zapfen'in Nuten einer Trommel, dersogenannten Hubkurve. Die Nuten verlaufen schraubenförmig, und zwar so, daßeine halbe Umdrehung die Schieber von geschlossen bis offen verstellt, so daßdie bisher geschlossenen Schieber, die in den untersten Nuten hingen, nach einerhalben Umdrehung in den obersten Nuten hängen. Die Trommel läuft mitRollen auf einer auf dem Boden der Turbinenkammer montierten Platte. DiesePlatte ist auch mit Augen zur Führung der Schieberstangen versehen. Die
Drehung der Trommel erfolgt durcheinen Zahnradtrieb entweder von Handoder automatisch durch einen Regu-lator. Die Schieberstangen und dasQuerstück sind hohl, die Schieber selbstan der Stelle, wo die Stangen andemselben angreifen, durchbrochen, sodaß die in den Zellen befindliche Luftbeim Schließen entweichen kann.
Bei dieser Reguliervorrichtung isteine große Anzahl Schieber erforderlich.Man wendet deshalb gern die soge-nannten Ringschieber an, welche umdie Turbinenwelle gedreht werden, wenndie Leitradzellen zu schließen sind.Ein solcher Ringschieber ist gewöhnlichfür die Hälfte der Leitradzellen ein-gerichtet, so daß für jede Turbine zweiRingschieber erforderlich sind, wennsämtliche Kanäle geschlossen werdensollen.
Fig. 618 u. 619 zeigt die Regu-gulierung mittels flacher Ringschieberobiger Fabrik. Die Öffnungen derLeitradkanäle liegen zur einen Hälftein einem größeren Halbmesser als zuranderen Hälfte, so daß die Leitradkanäle mit dem kleineren Halbmesser nachinnen gezogen werden müssen. Für jede Hälfte ist nun ein flacher ringförmigerSchieber vorgesehen, der genau auf die Öffnungen der Zellen paßt. Jederdieser Schieber hängt mit drei Armen an der Turbinenwelle, um welche siedrehbar find. Außen tragen die Schieber einen Zahnkranz, so daß sie mittelsZahnrad gedreht werden können. Je nachdem man nun den einen oder anderenSchieber oder beide zu gleicher Zeit um die Turbinenachse dreht, werden mehroder weniger Leitradzellen abgeschlossen. In den Figuren sind die Zellen imgeöffneten Zustand gezeichnet. Der größere Schieber hängt mittels Stangennoch an der Turbinenwelle, damit der Wasserdruck denselben nicht zu fest aufdas Leitrad drückt.
Fig. 61 «.
Fig. SIS.