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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Mitte und bei höchster Federspannung durch die Knaggen nach dem HinterenTeil des Rostes. Die Knaggen des Knaggenrades sind so eingestellt, daß dieserVorgang abwechselnd in beiden Wurfkasten eintritt. Die Aufeinanderfolge derVorgänge, also die Zahl der Würfe, wird durch eine Stufenschnurscheibe 8 re-guliert, welche auf der Antriebswelle L sitzt. Der Antrieb der stehendenWelle ü für die Excenterscheibe 8 und das Knaggenrad t erfolgt von der Welle Laus durch Schnecke und Schneckenrad, während der Antrieb der Excenterscheibeund des Knaggenrades selbst durch Kegelräder erfolgt. Durch eine Zahn-kupplung 2 kann der ganze Apparat ausgerückt werden.

Das Schüren sowie das Herausziehen der Schlacken kann durch die unterden Wurfkasten angebrachten Schürthüren 8 bequem geschehen. Durch dieseThüren kann auch die Bedienung des Rostes von Hand erfolgen, wenn amApparat irgend etwas in Unordnung oder sonstwie sich ein Stillsetzen des Appa-rates ergiebt. Die Asche wird durch die Thüren V entfernt.

Die Welle L soll im Mittel etwa 70 Touren pro Minute machen.

Die bildliche Darstellung eines solchen Apparates für einen Siederkesselgiebt Fig. 646 wieder.

Die Ausbreitung des Brennstoffes auf dem Rost hat man auch noch durchandere Anordnung des Planrostes bewirkt- Man hat den Planrost schräg ge-stellt, damit die frischen Kohlen durch ihr Gewicht ununterbrochen aus einemFülltrichter selbstthätig nachfüllen, und zwar in dem Maße, in welchem sie untenverbrennen. Diese Feuerungen bezeichnet man als

Schrägrost- oder Schüttrost-Feuerungen.

Fig- 617- Fig. 618.

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Otto Thost in Zwickau legt bei seiner Schrägrost-Feuerung ähnlich wiedie Planroststäbe konstruierte Schrägroststäbe, einfach unter einem Winkel von30 bis 35° geneigt. Fig. 647 u. 648 läßt Liese Feuerung für einen Zwei-flammrohrkessel erkennen, sie ist als Vorfeuerung ausgebildet. Wie ersichtlich,liegen die einzelnen Roststäbe mit einem hakenartigen Ansatz auf dem Roststab-träger auf. Oben hängen sie in der Feuerplatte des Feuergeschränkes. Siestehen unter einem dem Böschungswinkel des Brennstoffes entsprechenden Winkelschräg. Unten schließt ein eingebauter Planrost den Verbrennungsraum ab.Das Brennmaterial wird in einen Trichter geworfen, von dem aus es auf dieFeuerplatte und auf den oberen Teil des Rostes fällt. Auf dem Planrost liegt