Die Stcinmüllerkessel haben eine außerordentlich große Verbreitung gefundenund geben einen sparsamen Betrieb.
Petry-Dereux, G. m. b. H. in Düren bauen ebenfalls Zwcikammerkessel,welche sich von dem eben beschriebenen Steinmüllerkessel nur durch die Anord-nung der Hinteren Wasserkammer und durch den Dampftrockner unterscheiden.Uns interessiert hier nur die Anordnung der Hinteren Wasserkammer. Die Firmasagt: „Die Mangel anderer Wasserröhrenkessel bestehenin dem mehr oder minder häufig auftretenden Über-hitzen und Krummwerden der unteren Rohre. ImVerhältnis zu der stattfindenden heftigen Verdampfungbezw. Wärmeaufnahme der unteren Rohre ist nämlichdie Wasserzuführung zu denselben unzureichend, trotz-dem diese unteren Rohre einer erheblich größerenKühlung bedürfen als die weniger beanspruchten oberenRohre." Die im Umlauf befindliche Wassermasse wirdnaturgemäß den kürzesten Weg, d. h. den durch dieoberen Rohrreihen nehmen, so daß die unteren wenigerWasser bekommen. Die genannte Fabrik baut nun zurBeseitigung dieses Übelstandes eine Scheidewand(Fig. 694) oder einen Kanal in die Hinteren Wasser-kammern ein. Vermittels derselben wird das ausdem Oberkessel zurückströmende Wasser den unterenRohrreihen in erster Linie zugeführt. Gegenüber jedemRohr befindet sich in der Scheidewand eine Öffnung,welche mit einem Deckel O mit Bajonettverschluß ge-schlossen wird. Dieser Deckel kann durch das gegenüber-liegende Kammerloch I- gebracht werden, da er imDurchmesser kleiner ist.
Ein anderer Zwcikammerkessel ist derjenige derRather Dampfkesselfabrik vorm. H. Gehre,
A.-G. in Rath bei Düsseldorf (Fig- 695 u. 696).diesem Kessel ist die Konstruktion der vorderen Wasserkammer, durch die dasHindernis der Dampfstauung, welche in den Röhren und zum Teil auchin den Wasserkammern stattfindet, beseitigt werden soll. Man kann eigent-lich sagen, daß im allgemeinen die Wassercirkulation, wenn sie heftig genugist, hinreicht, um Dampfstauungen zu vermeiden. Fig. 697 u. 698 zeigt dieseWasserkammer in größerem Maßstab. Die vordere Wasserkammer ist durcheingenietete Eisen L je nach der Anzahl der übereinander angeordnetenRohrreihen in horizontale Einzelkammern (Sektionen) geteilt, welche unter sichund mit den Dampfräumen des Oberkessels O durch Steigröhren II in Verbindungstehen, derart, daß aus der oberen Sektion der gesamte Dampf durch weite,in den Oberkessel O hineinragende Rohre ^ abgeführt wird. Es besteht alsoeine unmittelbare Verbindung jeder einzelnen Sektion mit dem Dampfraum desOberkessels, so daß der in den Röhren erzeugte Dampf dem Wasser Platz
Das Eigentümliche an