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einem bestimmten Druck eine höhere Temperatur als die dem Drucke entsprechendeVerdampfungstemperatur hat. Dampf von der Verdampsuugstemperatur ist da-gegen gesättigt."
„Zur Überhitzung des Dampfes ist natürlich eine gewisse Wärmemengenotwendig. Hieraus folgt aber, daß dem überhitzten Dampf stets eine bestimmteWärmemenge, nämlich die Überhitzuugswärme, entzogen werden kann, ehe derSättigungszustand eintritt und die Kondensation beginnt."
„Wird während der Überhitzuug die Spannung konstant gehalten, so steigtdas Volumen mit dem Grade der Überhitzuug; die Dichte nimmt dementsprechendab. Würde man dagegen das Volumen konstant halten, so würde die Spannungmit der Temperaturerhöhung steigen."
„Die üblichen Überhitzungsapparate sind so eingerichtet, daß bei der Über-hitzuvg die Spannung konstant bleibt. Da der überhitzte Dampf dann eingrößeres Volumen einnimmt, so erfordert der Betrieb der Dampfmaschine beigleicher Füllung ein kleineres Dampfgewicht."
„Gesättigter Dampf kondensiert sofort, wenn er aus dem Kessel austritt,also auch in der Maschine selbst; da nun dagegen deni überhitzten Dampf biszu seiner Kondensation eine gewisse Wärmemenge entzogen werden kann, ergiebtder überhitzte Dampf ein wirksames Mittel zur Vermeidung der Kondensationim Cylinder.
„In diesem Falle müßte aber die Überhitzuug noch bedeutend sein. Willman den Dampf bis zum Ende der Füllung überhitzt oder doch gut trockenhalten, so ist hierzu eine Überhitzuug von 70 bis 100° beim Eintritt in dieMaschine erforderlich. Während der Expansion geht dann der Dampf gewöhn-lich sehr schnell in den Sättigungszustand über. Selbst wenn keine Wärme-entziehung durch Abkühlung vorhanden wäre, würde die Erhaltung des über-hitzten Zustandes bis zum Ende der Expansion bei höheren Dampfspannungenunmöglich sein. Nur bei hoher Überhitzuug bis 350° wäre es für kleinereSpannungen theoretisch möglich, den Abdampf überhitzt abzuführen. Die Kon-densationsverluste werden daher im allgemeinen nicht ganz beseitigt, aber dochstark eingeschränkt werden können."
„Diese Beseitigung bezw. Verminderung der Niederschlüge im Cylinderbildet den Hauptvorteil, welchen die Anwendung des überhitzten Dampfes bietet;er ist aber nur dann bedeutend, wenn die Überhitzuug auch eine genügend hoheist, denn bei geringer Überhitzuug tritt entweder schon in der Zuleitung oderbestimmt während der Füllung der Sättigungszustand ein."
O. Herre teilt die Überhitzer in die folgenden zwei Arten:
1. Anlagen mit mäßiger Überhitzung, bei welchen die zur Verwendungkommende Temperatur eine konstruktive Änderung der üblichen Aus-führung der Dampfmaschine nicht erfordert;
2. Heißdampfanlagen mit hoher Überhitzung, bei denen die Konstruktionder Dampfmaschine den hohen Temperaturen angepaßt werden muß.
In dem erwähnten Aufsatz heißt es weiter: „Die Anlagen der erstenGruppe sind naturgemäß viel häufiger als diejenigen der zweiten Gruppe. Bei
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