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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Grundschiebers entsprechend der Cylinderfläche des Expansionsschiebers aus-gehöhlt sein.

Fig. 747 u. 748 zeigt die Rid erstelle rung. V ist der Grundschieber,dessen Rücken cylindrisch ausgedreht ist. In dieser Cylinderfläche bewegtsich der Expansionsschieber bl, der an der Sckiieberstange befestigt ist.Damit eine Drehung des Schiebers bl durch die Schieberstange erfolgen kann,ist diese an der Stelle, an der sie an den Schieber angreift, viereckig gehalten.Sie legt sich mit ihrem Vierkant in eine entsprechende Öffnung des Schiebers.

Es ist bei der Ridersteuerung darauf zu achten, daß der Drehwinkel derSchieberstange nicht zu groß ausfällt, weil sonst die Regulierung zu langsamerfolgt. Der Ausschlag darf höchstens 60° betragen. Da die Regulierung desGanges der Maschinen durch Einwirkung des Regulators auf die Steuerungerfolgt, fällt die Drosselklappe hier fort, die bei der Meyerschen Steuerungnötig war, da der Regulator dort auf diese einwirkt.

Die Ventilsteuerungen.

Anstatt der Schieber bei den Schiebersteuerungen kommen bei den Ventil-steuerungen Ventile für den Dampfein- und -Auslaß zur Verwendung. Zujeder Ventilsteuerung gehören zwei Dampfeinlaßventile und zwei Dampfauslaß-ventile; es sitzt an jedem Cylinderende je ein Ventil. Die Ventile sind stetsDoppelsitzventile, d. h Ventile mit zwei in verschiedenen Höhen liegenden Sitz-flächey, wie wir bei den Steuerungen sehen werden. Die Ventilgehäuse sindan dem Cylinder direkt angegossen, während die Ventilsitze besonders eingesetztwerden. Als Material zu den Ventilen und den Ventilsitzen wird meistensGußeisen verwendet. Auf eine sehr sorgfältige Bearbeitung der Ventile ist ganzbesonders zu achten, da dieselben andernfalls sehr leicht undicht werden. DieDoppelsitzventile bieten den Vorteil, daß sie nur sehr wenig Hub zu habenbrauchen, um den genügenden Durchgangsquerschnitt freizugeben.

Die einzelnen Ventilsteuerungen unterscheiden sich nun nur nach der An-ordnung der äußeren Steuerungsteile. Der Schluß der Ventile geschieht ent-weder durch Federn oder Gewichte oder auch zwangsweise durch die Steuerungsteile.

Die Collmann-Steuerung (Fig. 749) ist eine zwangläufige Ventil-steuerung, d. h. eine Steuerung, bei der die Ventile durch die äußeren Steuerungsteile