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Wasser und Öl sammelt sich im mittleren Hohlraum der Führung an, von woaus es die untere Hälfte der Büchse schmiert, kühlt und abdichtet, während derüberschüssige Teil dieses Gemisches durch ein Rohr derart ausfließt, daß dieMenge ständig beobachtet werden kann."
„Die Spindel ist mit ihrem oberen Ende in die mit einem senkrechtenSchlitz versehene, in der ebenfalls geschlitzten Laterne i geführten Verlängerung k,welche noch mittels des Bolzens Z die Rolle b trägt, eingeschraubt. Oben bildetdie Laterne ein Gehäuse für die Schraubenfeder k, die sich einerseits gegen standererseits gegen die mittels Schraube ra nachstellbare Druckplatte 1 stützt."
„Die Ventile werden in einfacher Weise durch einen im Schlitz der Laterneund der Spindelverlängerung schwingenden, mittels Zapfen n in der ersterenbefestigtem Gleitschutz o gesteuert, dessen nasenartige Erhöhung beständig gegendie in der Büchse k der Spindel s gelagerte Rolle ü drückt und so geformt ist,daß ein schneller, sanfter und zwangläufiger Schluß des Einlaßventils ermöglichtwird. Am Zapfen x des Gleitschutzes o greift die Excenterstange q an."
„Mit der Steuerwelle ist ein Gleitklotz ä fest verbunden, auf welchem dasmit zwei zu einander senkrecht stehenden Schlitzen versehene Einlaßexcenter baufgesteckt ist. Dieses kann durch den Stein L vom Regulator k aus derartverschoben werden, daß sich Excentrizität und Voreilwinkel je nach der Belastungder Maschine ändern. Da im Augenblicke der Ventilöffnung, in welchem diegrößten Widerstände zu überwinden sind, die Excenterstange <g senkrecht zumGleitklotz ä steht, wird die Rückwirkung der Steuerung vom Gleitklotz auf-genommen und kann deshalb den Regulator nicht beeinflussen."
„Die Steuerung der Auslaßventile erfolgt in gleicher Weise wie oben er-läutert, nur mit dem Unterschiede, daß die Bewegung von auf der Steuerwellefestsitzenden Excentern abgeleitet wird."
Als Regulator für diese Steuerung wird ein besonders konstruierter, aufder Steuerwelle sitzender Flachregler, Bauart Lentz, verwendet.
Die Hahnsteuerungen,
bei denen anstatt der Ein- und Auslaßventile, Hähne an den Cylinderendenangeordnet find, werden verhältnismäßig? sehr wenig gebaut, so daß wir hiervon einer näheren Besprechung derselben absehen können. Die Ventilsteuerungenwerden heute den Hahnsteuerungen fast allgemein vorgezogen.
Bezüglich der Wahl der jeweilig best geeigneten Steuerung sei bemerkt, daßMaschinen bis zu 550 nun Kolbenhub gewöhnlich Schiebersteuerungen erhalten,da Ventilsteuerungen für so kleine Maschinen zu kompliziert und daher zu teuerwerden. Die Maschinen über 250 nun Kolbenhub sind mit selbstthätig durchden Regulator beherrschten Schiebersteuerungen auszuführen, während die ganzkleinen Maschinen unter 250 nun Kolbenhub mit Drosselklappe und einfacherSchiebersteuerung gebaut werden.
Maschinen von 600 nun Kolbenhub aufwärts werden meistens mit Ventil-steuerung versehen, da hierbei die Schieber zu groß werden und namentlich beidem jetzt üblichen hohen Kesseldruck zu große Schwierigkeiten verursachen