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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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ab auf die Seite drückt. Nachdem der Hebel abgelenkt und wieder freigegebenist, läßt ihn die gespannte Feder in die Ruhelage zurückschnellen. Auf dieseWeise erhält die mit dem Hebel in Verbindung stehende Spule eine rascheDrehung, wodurch der Strom entsteht.

Der Zünder ll ist in einen Flansch x° eingebaut (Fig. 817), welcher indas Cylinder-Innere führt. Er besteht aus dem Zündstift x^ und dem doppel-armigenZündhebelll'. DerZündstift ist an seinen bei-den Enden durch Glimmer-scheiben x^ isoliert.

Wenn der innere ArmÜ desZündhebels amZünd-stift x°r anliegt, kann dervon der Spule des Zünd-apparates ausgehende elek-trische Strom durch die amEnde der Spulenachse an-gebrachte isolierte Kupfer-spirale, den Leitungsdrahtx, den Zündstift x^ undden Zündhebel l in dasMaschinengestell und durchdieses in die Spule zurück-fließen. Für gewöhnlich bringt eine auf den Hebelarm l des Zündhebels wirkendeFeder x^ den Zündhebel zum Anliegen an den Zündstift, und der erzeugteStrom kann daher den angegebenen Verlauf nehmen.

Sobald aber die mit dem Spulenhebel ad ver-bundene Stange iL beim Abschnappen des Spulen-hcbels dem Hebel l einen Stoß erteilt, wird derHebel vom Zündstift entfernt, der Stromkreiswird unterbrochen, und es wird der zündende Funkeerzeugt.

Die Steuerung aller bewegten Organe geschiehtvon einer am Motor entlang geführten Steuer-welle rv aus, welche die halbe Umdrehungszahl derKurbelwelle hat und von dieser mittels Schraubenräder angetrieben wird. Aufder Steuerwelle sitzende Nockenscheiben wirken auf die Steuerhebel der einzelnenVentile. So wird das Ausströmventil O durch den Nocken n, und den Hebel g,das Einströmventil 0 durch den Nocken r>, die Rolle ick und die Hebelverbindungp, x', x" bethätigt. Während die Ausströmnockenscheibe, welche den Ausström-nocken ra trägt, fest auf der Steuerwelle sitzt, kann die Einströmnockenscheibeauf derselben durch Einwirkung des Regulators verschoben werden. Mit demEinströmventil wird gleichzeitig auch die Brennstoffpumpe ll gesteuert, indem einauf die Nabe des Hebels x aufgesetzter Arm r den Pumpeuhebel r' bethätigt.

Fig. 816 .