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umgeben ist, durch das Einlaßventil in den Cylinder. Der Mantel diesesKanals kann nun mit dem Auspuffrohr durch eine Öffnung 22 in Verbindunggebracht werden und dadurch wird den heißen Auspuffgasen der Zutritt zu demMantel gestattet. Bei Benzin, welches sehr leicht verdampft, ist dies nur iugeringem Maße notwendig, bei Petroleum oder Spiritus dagegen muß der Kanaljedoch sehr stark erhitzt werden, damit eine Verdampfung des zerstäubten Petroleumsoder des Spiritus eintritt.
In Fig. 820 ist noch ein Petroleummotorstehender Anordnung von Gebr- Körting inKörtingsdorf bei Hannover dargestellt.
Man hat die Benzin- und dergl. Motorenheute für alle Zweige verwendbar gestaltet. Sohat man z. B. die Motoren auf einen Wagengestellt, um dieselben als Lokomobile in derLandwirtschaft verwenden zu können; ebensohat man sie als Lokomotiven ausgebildet usw.
Eine etwas andere Konstruktion zeigt derPetroleummotor der A.-G- Dresdner Gas-motorensabrik vorm. M. Hille in Dresden ,der in Fig. 821 bis 823 dargestellt ist. Fig. 823zeigt die Anordnung der Ventile in größeremMaßstab. Vor allem ist an dem Motor bemerkens-wert, daß nicht die Bewegung der Ventile durcheine rotierende Steuerstange geschieht, sonderndurch hin- und hergehende Stangen. Ihre Be-wegung erhalten diese Stangen allerdings wiederdurch Nocken, wie bisher, mitgeteilt. Der Antrieb der Steuerungsstangen undNockenscheiben geschieht durch Zahnräder. Die Nockenscheibe I. wird angetrieben;sie ist mit dem Nocken § versehen, welcher vermittelst der Rolle K, Hebel ll undbi und weiter Winkelhebel ^ die Bewegung des Auslaßventils L vollführt.Die Bewegung des Einlaßventils 6l bewirkt der Hebel I mit dem Gelenkhebel Ldurch Vermittlung des sogenannten Pendelregulators, welcher den Motorender genannten Fabrik eigen ist.
Bei der Saugwirkung des Motors öffnet nun der Hebel I das Einlaß-ventil d. Die Saugwirkung des Kolbens bewirkt aber zunächst den Nieder-gang des Luftveutilkegels x und dieser drückt wieder den Petroleumventilkegel iabwärts; durch die hierdurch entstandenen Durchgänge folgt die äußere Lustdurch o und das Petroleum von in aus durch die kleinen Löcher t. Luft undPetroleum vermischen sich in dem Verdampfer R, welcher durch die Lampe 8erhitzt wird, und gleichzeitig verwandelt sich das Petroleum in Dampfform.Dieses Gemisch von Petroleumdampf und Luft tritt durch das offene Ventilin den Cylinder. Im äußersten Totpunkt vorher hört die Saugwirkung aufund die Spiralfedern drücken x und g auf ihren Sitz zurück, ebenso wird dasEinlaßventil O geschlossen.
Prall. Maskl nienvauer-
Fig. 820 .
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