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gehenden Kolben hinterher gedrückt. Theoretisch müßte also eine jede Pumpedas Wasser auf rund 10 na ansaugen können; da aber Reibungswiderständedes Wassers in der Rohrleitung auftreten, geht von dieser theoretischen Saug-höhe stets ein gewisser Teil verloren- Im allgemeinen kann man keine größereSaughöhe als 6 m erreichen. Je wärmer auch das Wasser ist, je geringer istdie Saughöhe, da mit der wachsenden Temperatur des Wassers auch mehr vondemselben verdunstet. Die aufsteigenden Wasserdämpfe wirken dann aber demäußeren Atmosphärendruck entgegen.
Die Druckhöhe des Wassers, d. i. die Höhe, auf welche das Wasser vonder Pumpe zu drücken ist, kann beliebig groß sein. Natürlich ist, daß mitder Druckhöhe auch der Kraftbedarf der Pumpe wächst. Die Druckwirkungwird durch den Kolben in der Weise ausgeübt, daß derselbe für die ebenangesaugte Wassermenge als Verdränger wirkt und dieselbe aus der Pumpewieder hinaus in die Druckrohrleitung drückt.
Die Kolbenpumpen haben wir nun noch zu unterscheiden in
1. Kolbenpumpen mit geradlinig hin- und hergehendem Kolben,
2. Kolbenpumpen, deren Kolben eine schwingende Bewegung macht und
3. Kolbenpumpen mit drehendem Kolben.
1. Kolbenpumpen mit geradlinig hin- und hergehendem Kolben.
Bei diesen Pumpen wird in einem Cylinder ein Kolben und zwar ent-weder ein Scheiben- oder ein Plungerkolben hin- und herbewegt. An demCylinder schließen das Saug- und das Druckrohr an. Die Verbindung derbeiden letzteren mit dem Cylinder muß in ganz bestimmten Perioden unterbrochenwerden, um die Saugwirkung von der Druckwirkung zu trennen. Hierzu dientdie Steuerung, die durch Ventile ihren Zweck erreicht.
Man muß nun vor allen Dingen an dem Satz festhalten, daß eine Flächedes Kolbens, während eines Kolbenweges auch nur eine Wirkung, also ent-weder nur saugen oder drücken kann. Will man dennoch mit einem Kolbenbeide Wirkungen zu gleicher Zeit hervorbringen, so müssen beide Kolbenseitengleichzeitig wirksam sein und zwar muß, wenn die eine Seite saugt, die anderedrücken. Danach unterscheiden wir nun einfach- und doppeltwirkendePumpen, je nachdem die Pumpe mit derselben Kolbenfläche beim Kolben-hingang die Saugwirkung und beim Kolbenhergang die Druckwirkung ausübt,oder ob dieselbe beim Kolbenhingang mit der einen Kolbenfläche die Saug-wirkung und zu gleicher Zeit mit der andern Kolbenseite die Druckwirkungausübt. Es ergiebt sich nun schon, daß bei den einfachwirkendeu Pumpenüberhaupt stets nur eine Kolbenseite zur Wirkung kommt, während bei dendoppeltwirkenden Pumpen abwechselnd die eine Kolbenseite saugt, während dieandere drückt.
An Hand schematicher Darstellungen wollen wir uns die Wirkungsweiseder Kolbenpumpen klar machen.
In Fig. 879 ist eine einfachwirkende Pumpe wiedergegeben. In demCylider 0 bewegt sich luftdicht der Kolben L, der sich jetzt nach unten bewegt.
Prakt. Maschinenbauer. 75