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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Hubverminderungsrollen. Man unterscheidet solche hubvermindernde Rollen,welche an einem Teil der Maschine irgendwo befestigt werden und solche, welchedirekt an dem Indikator angebracht werden.

Eine sehr zweckmäßige Ausführung der ersten Art ist die Hubverminderungs-rolle nach Stanek, wie sie von Dreyer, Rosenkranz & Droop in Hannover und Schäffer&Budenberg in Magdeburg-Buckau ausgeführt wird. Fig. 1008bis 1010 H. Ein Stellring 8 dient dazu, einen Befestigungspunkt zu schaffen,zu welchem Zwecke der Ring mit den drei Stellschrauben x um irgend einenDorn, Mutter usw- gespannt wird. Bei x kann ein langer Dorn 8 ein-gesetzt werden. Oft macht es sich indes einfacher, eine Stellschraube x zuentfernen und den Dorn v statt derselben einzuführen. Diese oder jene An-bringungsart hängt von den örtlichen Verhältnissen ab. Der Dorn 8 dientnun zur Aufnahme des eigentlichen Hebelverminderers und gestattet seiner Längehalber eine in ziemlich weiten Grenzen verstellbare Höhenlage und beliebigeDrehung der Hülse 8, welche durch die Klemmschraube 8 festgestellt wird, imKreise. Die Hülse 8 nimmt bei 8 eine Spindel 8 aus Stahl mit Linksgewindeauf, ferner ist mit ihr an einem Ende eine leichte Blechtrommel H fest verbunden.Diese Trommel ist behufs Rückdrehung, ebenso wie die Papiertrommel der In-dikatoren, mit einer starken Spiralfeder versehen, deren eines Ende an derSpindelmutter festsitzt. Behufs fortwährender Spannung derselben, auch imRuhezustände, ist ein Anschlag angebracht, welcher sich indes bei drehender Be-wegung von selbst auslöst. Die Trommel tz ist dazu bestimmt, die zur Maschineführende Schnur aufzunehmen, welche über eine in der Ebene der Bildfläche dreh-bare Rolle V läuft. Wenn die Trommel <2, den Bewegungen der Maschinefolgend, sich dreht, so wandert sie den Schraubengängen der Spindel entsprechendhin und her, und zwingt die Schnur, sich in Schraubenwindungen nebeneinanderzu legen, sodaß die ganze Breite von H ausgenutzt werden kann. Das andereEnde der Spindel 1 ist mit Innengewinde versehen und dient zur Aufnahmeder verschieden großen Rollen 110, auf welche sich die Schnur für die Papier-trommel des Indikators aufwickelt. In Fig. 1008 und 1009 ist eine dieser RollenNr. 10 eingeschraubt gedacht. Die von hier ablaufende Schnur wird über einRollenpaar 6 mit fester und o mit drehbarer Rolle geführt. Die an der Hülse8 sitzenden Arme bilden die Rollenhalter. Die Schnur, welche zur Maschineführt, ist am Ende mit einem Ring versehen, welcher infolge des an dem Rollen-halter angebrachten Stiftes das Durchgleiten der Schnur verhindert, sodaß beigehöriger Länge derselben die Schnurwindungen gleichmäßig auch im Ruhe-zustände aufgewickelt bleiben. Für den Betrieb ist in diese Schnur eine Hilfs-schnur einzuhängen.

Die Größe der Schnurrollen 110 richtet sich nach dem Hub der Maschineund sind zu nehmen:

Hub der Maschine in nun 3900 2750 2020 1650 1250 900 700 540 400 280Zugehörige Rolle 1 2 3 4 5 6789 10.

y Die Fig. 10081010 sind dem Katalog derFirmaDreyer, Rosenkranz LDroopin Hannover entnommen.