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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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hintereinander geschaltet; ebenso L,, Lg und Lz, 0^, 0z und 6^. DieEnden dieser drei Abteilungen L, 0 sind in dem neutralen (Knoten-) Punktvereinigt, während die Anfänge zu den drei Klemmen geführt werden (Stern-schaltung).

Bei einer zweiten Schaltungsweise, Dreieckschaltung, wird das Ende von ^mit dem Anfang von L, das Ende von L mit dem Anfang von 0 und dasEnde von 0 mit dem Anfang von ^ vereinigt, und die drei so erhaltenenPunkte werden mit den Klemmen verbunden.

Innerhalb des feststehenden Ankers dreht sich das auf der Achse befestigteMagnetsystem. Dasselbe ist aus Gußstahl verfertigt und besteht aus zweiHälften mit einer kleineren oder größeren Anzahl von Polhörnern, die gegeneinander versetzt sind. Zur Erregung der Magnete dient eine einzige Spule,welche sich mit dem Magnetkranz dreht. Der Strom der Erregermaschine wirdmittels Bürsten den Schleifringen zugeführt, welche ihrerseits mit den Endender Magnetspule in Verbindung stehen.

Wirkungsgrad der Drehstrommaschinen.

Der Wirkungsgrad einer Drehstrom-Dynamomaschine hat, unter der Voraus-setzung, daß keine Phasenverschiebung vorhanden ist, annähernd denselben Wertwie der einer gleichgroßen Gleichstrom-Dynamomaschine. Er ergiebt sich ausden entwickelten Watt und den dabei verbrauchten Pferdestärken folgendermaßen:

_ Entwickelte Watt

^ ' L8 X 736

Wie schon früher gesagt, nimmt jedoch die Leistung einer Drehstrom-Dynamomaschine mit wachsender Phasenverschiebung im Verhältnis von oosab, wenngleich die Spannung zwischen 2 Leitungen und die Stromstärke jederLeitung dieselben geblieben sind. Da nun aber die für die Erregung aufzu-wendende Energie, auch bei dieser verminderten Leistung, annähernd gleich hochbleibt, so wird der Wirkungsgrad der Drehstrom-Dynamomaschinen mit zu-nehmender Phasenverschiebung etwas ungünstiger.

Der Wirkungsgrad selbst ergiebt sich aus den geleisteten Pferdestärken undden dabei verbrauchten Watt folgendermaßen:

L8 x 736

^ Gebrauchte Watt'

Die Stromstärke bei einem Drehstrommotor ist infolge der, mit der Ent-lastung zunehmenden Phasenverschiebung selbst bei Leerlauf noch recht erheblich,so daß sie hierbei annähernd stg des Wertes für die Vollbelastung erreicht.

Über Wechselstrommaschinen findet sich für den Nichtspezalisten und Prak-tiker bestimmte eingehendere Mitteilungen in den leicht faßlich geschriebenenBüchern von Rühlmann: Grundzüge der Wechselstromtechnik, Rosenberg: Elek-trische Starkstromtechnik, Kapp: Elektrische Wechselströme, und insbesondere fürden Betriebstechniker in dem mehrfach benutzten Buch von Arldt: Die elek-trische Kraftübertragung, herausgegeben von der A. E.-G.