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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Dieser gesammelte Strom liefert bei momentaner Betriebsunfähigkeit der Maschineden Strom allein, der unregelmäßige Gang der Maschine wird ausgeglichen,was namentlich beim Turbinenbetrieb unerläßlich ist, und man braucht bei Ver-wendung von galvanischen Elementen diese nicht ständig behufs Reinigung aus-einanderzunehmen, sondern man läßt durch sie die Akkumulatoren am Tageladen, um dieselben abends zu benutzen oder auch umgekehrt. Wo nur wenigelektrische Maschinenkraft vorhanden ist, sind diese Stromsammler ganz unent-behrlich; auch bei dem Elektromotorbetriebe haben sie eine bedeutende Zukunft.

Fig. 1224.

Fig. 1SLS.

Wir kommen nun zu der Frage: Was kann eine solche Zelle nun eigent-lich leisten? Wieviel Glühlampen kann man mit einer Zelle speisen? Wirmüssen hierauf antworten: Von einer Zelle kann man gar keine der üblichenGlühlampen brennen, da die niedrigste übliche Betriebsspannung 65 Volt be-trägt, während eine einzige Zelle, selbst die allergrößte, nur circa 2 Volt leistet,d. h. die Spannung der Druck, unter welchem die Elektrizität steht istbei einer Zelle zu gering, um genügende Elektrizitätsmengen (Ampöres) durchden dünnen, viel Widerstand bietenden Faden einer normalen Glühlampe hin-, durchzupressen. Um die erforderliche Spannung zu erhalten, ist man daher ge-zwungen, eine Anzahl von Akkumulatorenzellen hintereinander zu schalten, d. h.immer den -p- Pol der einen mit dem Pol der nächstfolgenden zu ver-binden (Fig. 1223); es addieren sich dann die Spannungen der Zellen, und eskönnen z. B. 36 Zellen 72 Volt erzeugen, während die Kapazität, d- h. Strom-abgabefähigkeit in Ampsrestunden, einer so entstandenen Batterie naturgemäßdie gleiche ist wie in jeder einzelnen Zelle derselben, da der Strom alle Zellenhintereinander durchstießt und damit gleichmäßig entladet resp. ladet-

Die Spannung einer Zelle beträgt ca. 2 Volt; ist jedoch keine konstante,sondern von dem jeweiligen Zustande der Ladung oder Entladung der Zelle